Beschreibung der Videos

Die evangelisch-lutherische Ägidiuskirche im vogtländischen Lengenfeld wurde 1864 geweiht. Bei einem großen Stadtbrand 1856 wurde die Vorgängerkirche zerstört.

Glocken
1917 wurden die zwei großen Glocken des Geläuts, welche 1861 von Gustav Adolf Jauck gegossen wurden, auf dem Turm zerschlagen und die Trümmer wurden zu Kriegszwecken eingeschmolzen. Die kleine Glocke blieb vorerst übrig.

Ende 1919 hat man drei neue Eisenhartgussglocken von der Firma Schilling & Lattermann in Morgenröthe-Rautenkranz gießen lassen und Anfang 1920 eingeweiht. Diese Jahreszahl der Weihe steht auch auf den Glocken. Die Bronzeglocke wurde in Zahlung gegeben.

Daten der Eisenhartgussglocken:

Große Glocke
Material: Eisenhartguss
Schlagton: d'
Gussjahr: 1919
Gießer: Schilling & Lattermann, Morgenröthe
U.D.: 176 cm
Gewicht: 2200 kg

Mittlere Glocke
Material: Eisenhartguss
Schlagton: fis'
Gussjahr: 1919
Gießer: Schilling & Lattermann, Morgenröthe
U.D.: 138 cm
Gewicht: 1100 kg

Kleine Glocke
Material: Eisenhartguss
Schlagton: a'
Gussjahr: 1919
Gießer: Schilling & Lattermann, Morgenröthe
U.D.: 115 cm
Gewicht: 600 kg

Diese Aufnahme entstand am Samstag, den 18. November 2023 zu einem Sonderläuten.

Programm:
0:00 Bilder der Kirche mit Stundenschlag 19 Uhr und Turmblasen nach dem Sonntageinläuten
2:40 kleine Glocke
3:56 mittlere Glocke
5:32 große Glocke
6:55 Vollgeläut
7:59 Lengenfeld bei Nacht mit Außenaufnahme
9:05 Vollgeläut


Es läuten die 6 Glocken der Pfarrkirche zur Hl. Katharina aus Längenfeld im Ötztal im Nordtiroler Oberland.

Stimmung:

des' es' f' as' b' des''(-)

Gießer:

Gl. 1 Glockengießerei Grassmayr, Innsbruck (2005) "Anna Katharina"
Gl. 2 Glockengießerei Pfundner, Wien (1961)
Gl. 3-5 Glockengießerei Grassmayr, Innsbruck (1949)
Gl. 6 Johann Grassmayr, Innsbruck (1921) Sterbeglocke

Die Gemeinde Längenfeld liegt auf der dritten Talstufe des Ötztales auf einer Seehöhe von 1180 m ü. A.

Längenfeld besteht aus zahlreichen Orten und Weilern (insgesamt 22), so gehören unter anderem Gries im Sulztal und Huben zur Gemeinde.

Hier in der Mitte des Ötztales erreicht das Tal außerdem seine größte Breite (ca. 1 km).

Der 2813 m hohe Gamskogel ist der Hausberg von Längenfeld.

Die Pfarrkirche befindet sich in Oberlängenfeld in der Nähe des früher oft gefürchteten Fischbachs.

Urkundlich wurde ein erstes hölzernes Kirchengebäude im Jahre 1303 erstmalig in Aufzeichnungen von Schloss Petersberg erwähnt. Doch erst fünfzig Jahre später, 1352 erfolgte die Kirchweihe. Es handelte sich um eine einfache Saalkirche, die im Jahr 1518 vermutlich auf Veranlassung von Jakob v. Tarrenz im spätgotischen Stil umgebaut und zu großen Teilen in Stein ausgeführt wurde. Eine Erweiterung und Barockisierung fand im Jahr 1690 statt. Damit entstand der Kernbau der heutigen Kirche.

Die Seelsorge wurde lange Zeit durch die Urpfarre Silz wahrgenommen.

Das Äußere des Kirchengebäudes samt Turm wurde im Jahr 1970 vom Kunstmaler Franz Pizzinini und von Fritz Mathoy restauriert.

Der an der Chornordseite stehende Kirchturm, mit seinen 74 m der Höchste im Tal, wurde mit einer Architekturmalerei im Jahre 1820 dreigeschossig gegliedert und besitzt im Glockengeschoss zwei spätgotische Schallfenster mit Maßwerk auf drei Seiten und eines auf der Südseite. Er trägt einen Giebelspitzhelm und in den Giebeln befindet sich je ein zweibahniges Maßwerkfenster, darüber kielbogige Blendnischen mit Wappen. Beidseits des Turmes befinden sich Sakristeianbauten.

Das spätgotische Langhaus wurde im Jahre 1690 um zwei Joche auf sieben Joche erweitert, wobei die Strebepfeiler barockisiert wurden. An der Langhaussüdseite im sechsten Joch befindet sich eine Lichtnische mit den Handwerkszeichen Zange und Hufeisen. Im fünften Joch ist ein zugemauertes spätgotisches Portal, wo die Gewände mit überkreuzten Rundstäben ausgebildet wurden. Das spätgotische spitzbogige Portal der Westfassade wurde im Jahre 1518 erbaut und hat ein Gewände mit Birnstäben und Aststab, im Scheitel überkreuzt. Das Portal wurde im Jahre 1690 mit einer stuckierten Ädikularahmung umfasst und darüber mit einem Kreisfenster und einer Blendnische versehen. In der Westfassade befindet sich ein Fresko mit den Hll. Ursula, Katharina und Barbara von Josef Anton Puellacher aus dem Ende des 18. Jhs. Das Langhausinnere ist mit barocken Wandpfeilern mit Gesimsen gegliedert. Beim Kanzelpfeiler ist noch ein Rest eines spätgotischen Runddienstes erhalten. Der leicht aus der Achse verschobene zweijochige Chor besitzt einen 3/8-Schluss und ist mit einem hohen rundbogigen Triumphbogen mit dem Langhaus verbunden. Der Chor und das Langhaus sind mit einer Rundtonnenwölbung mit spitzbogigen Stichkappen ausgestattet. Die dreiachsige zweijochige Westempore hat ein Kreuzgratgewölbe und trägt an den Graten Stuckbänder aus dem Jahre 1690. Die Gewölbemalereien in Langhaus und Chor wurden im Jahre 1852 von Josef Arnold hergestellt und stellen Medaillons, Engel, die vier Kontinente in Verehrung der Eucharistie, einen Disput der hl. Katharina, die Enthauptung der hl. Katharina und die Himmelfahrt der hl. Katharina dar.

Der Hochaltar stammt aus dem Jahr 1800. Das Altarblatt von Anton Franz Altmutter zeigt die Glorie der hl. Katharina. Das linke Altarblatt stellt die Himmelfahrt Mariens vom Maler Johann Wörle dar und stammt aus dem Jahr 1767. Das rechte Altarblatt zeigt den hl. Johann Nepomuk von Josef Arnold aus 1855. Die Figuren hl. Oswald, hl. Florian und zwei weibliche Heilige und im Auszug die Hl. Dreifaltigkeit stammen vom Bildhauer Franz Auer aus der Mitte des 19. Jhs. Der Apostelaltar im Langhaus wurde vom Tischler Kassian Götsch aus dem Jahre 1680 hergestellt und besteht aus drei Retabelgeschossen. Die Figuren wurden von Josef Witwer geschnitzt und das Altarbild Madonna zwischen Petrus und Paulus stammt vom Maler Josef Thenig. Die Kanzel mit einem dichten ornamentalen Schnitzwerk stammt vom Bildhauer Jakob Auer aus dem Ende des 17. Jhs. und stellen die Figuren der vier Evangelisten am Kanzelkorb dar. Es gibt eine Figur des heiligen Johannes Nepomuk vom Bildhauer Josef Anton Renn aus dem Jahr 1762 und die Stationsbilder entstanden vom Maler Josef Gabl um 1852.

Die Orgel stammt von Franz Reinisch II. aus dem Jahre 1904 und wurde 1995 von Johann Pirchner neu errichtet.

Quelle: (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Pfarrkirche_L%C3%A4ngenfeld)

Herzlich bedanken möchte ich mich hiermit beim freundlichen Mesner von Längenfeld!

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