Beschreibung der Videos

Dieses Video beinhaltet eine virtuelle Führung mitsamt akustischer Präsentation der Orgel von der luth. Kirche St. Christian in der Kleinstadt Garding auf der Halbinsel Eiderstedt, die in dem zum norddeutschen Bundesland Schleswig-Holstein zählenden Landkreis Nordfriesland liegt, sowie eine Präsentation von deren Geläut.

Technische Daten des Hauptgeläuts: https://online.fliphtml5.com/knoyg/rlqy/

Ablauf:
0:00 Impressionen der Kirche & akustische Orgelpräsentation
12:07 Audio des Uhrschlags
12:56 Einzelläuten der Viertelstundenglocke
13:53 Einzelläuten der Stundenglocke
15:19 Einzelläuten der Maria-Magdalena-Glocke
18:25 Einzelläuten der Christiansglocke
21:42 Einzelläuten der Bartholomäusglocke
25:28 Einzelläuten der Zweiten Glocke
28:12 Einzelläuten der Ersten Glocke
33:46 Hauptgeläut

Ein herzliches Dankeschön geht an Pastor Ralf-Thomas Knippenberg für das Ermöglichen der Aufnahme und an Kantorin Elisabeth Weisenberger für das Bereitstellen von Orgelmusik und die Unterstützung vor Ort!
Hiermit wünsche ich allen einen gesegneten Ersten Advent 2025!

Die Anfänge der Kirche, die neben dem Hl. Christian auch den Heiligen Bartholomäus sowie Maria Magdalena geweiht wurde, gehen angeblich auf das Jahr 1109 zurück, wo sie als Hauptkirche der Landschaft Everschop gegründet wurde. Die anfängliche Holzkirche wich ab 1117 der heutigen im Kern romanischen Kirche. Diese baute man 1483/88 im Stile der Gotik um und teilte das romanische Langhaus in zwei Schiffe. Neben St. Johannis in Krummesse und St. Johannis in Petersdorf auf Fehmarn ist St. Christian in Garding eine von drei zweischiffigen Kirchen in Schleswig-Holstein. Während dieses Umbaus erfuhren außerdem die Querschiffe und der Chor einen Neu- und Umbau und der massive Turm, der noch heute den höchsten Punkt (nicht Bauwerk!) Eiderstedts darstellt, wurde angebaut. Letzterer wurde 1527, 1643 in Folge eines 1637 geschehenen Blitzeinschlags und zuletzt 1818 verschieden erneuert. Das 1660 abgeflachte Dach wurde ebenfalls 1848 durch das heutige Walmdach ersetzt. Im 19. Jh. verblendete man die Außenwände und Formte die Fenster und Portale neu. 2015 wurde der Innenraum und 2022/23 die Fassade und das Dach renoviert.
In einem 1512 von einem unbekannten vermutlich Lübecker Orgelbauer befindet sich seit 1972 die heutige Hauptorgel vom Berliner Orgelbauer Karl Schuke, die 19 Register auf zwei Manualen und Pedal verfügt.
Wenig ist über die Geschichte des Geläut von St. Christian bekannt, allerdings werden in verschiedenen Quellen aus Vorkriegszeiten lediglich die beiden 1585 von dem vermutlich aus Lübeck stammenden Meister Brun Henninckhusen gegossen Glocken, die heutige Erste und die Zweite Glocke erwähnt, sodass davon auszugehen ist, dass diese zu ihrer Zeit die einzigen Läuteglocken der Kirche über die Jahrhunderte hinweg waren und für sich ein noch heute erhaltenes und historisches Ensemble eines Gießers bilden, das insbesondere durch die nahezu identischen Schlagtöne besticht. Der Guss beider Glocken war dem Gießer jedoch nicht ganz fehlerfrei geglückt, was insbesondere an der teilweise lückenhaften Inschrift der Ersten Glocke deutlich wird. Mindestens eine gotische Uhrglocke, deren Verbleib heute unklar ist, war ursprünglich ebenfalls vorhanden. Die heutige Viertelstundenglocke im Ton c''' wurde 1922 von der schwedischen Gießerei M & O Ohlsson mit Zweigstelle in Lübeck und die Stundenglocke im Ton as'' 1957 von der Fa. Otto in Bremen-Hemelingen gegossen. Obwohl beide Uhrglocken von Hand läutbar sind, werden sie jedoch im Regelfall nicht (mehr) aktiv geläutet und zählen somit nicht zum Hauptgeläut. 1978 erweiterte man das Glockenduett der beiden historischen Glocken, die, wie für Glocken aus nachreformatorischer Zeit evangelischer Kirchen üblich keine Namen tragen, zuerst um die Christians- und um die Bartholomäusglocke von der Gießerei Rincker aus dem hessischen Sinn. Die Maria-Magdalenenglocke von dem gleichen Gussbetrieb, deren Zier sich stark von den beiden anderen modernen Läuteglocken unterscheidet, folgte 1990. Die namen der drei jüngeren Glocken nimmt Bezug auf drei Namenspatrone der Kirche. Seither erklingt dieses einmalige Ensemble, das zahlenmäßig größte Eiderstedts, vom Turm der Gardinger Kirche.

Quellen:
- Website der KG
- Website der Stadt Garding
- Eiderstedter Schutzengel
- Volker Scheibe & Norbert Drechsler
- "Die Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Schleswig-Holstein Bände 1-3" (1889) von Richard Haupt
- Organ index
- "Georg Dehio . Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Hamburg, Schleswig-Holstein" (2009) vom Deutschen Kunstverlag
Bild: Ton & Video:
- Prianteltix
- Dehio (Grundriss)
- "Schleswig-Holstein meerumschlungen in Wort und Bild" (1895) von Hippolyt Haas, Hermann Krumm & Fritz Stoltenberg (alte Ansicht)
Musik:
- Von Elisabeth Weisenberger:
* EG 325
* BWV 639
* EG 262/63
* EG 388
* Psalm 103 von Norbert Kissel
* EG 229
- Von Axel Fischer, gespielt an der Orgel von St. Marien in Plate:
* „Innsbruck, ich muss dich lassen“ von Heinrich Isaac


In diesem Video hört und seht ihr die 4 Glocken der Pfarrkirche Ainring welche zur Sonntagsmesse am Christkönigssonntag läuten.
Die Glocken erklingen in den Tönen f' as' b' c'' und wurden von dem Erdinger Gießer Karl Czudnochowsky im Jahre 1948 gegossen.
Die kleine Glocke soll laut Aufzeichnungen ebenfalls von Karl Czudnochowsky im Jahre 1948 gegossen worden sein, wobei es sich hier aber um ein älteres Stück handeln dürfte.

Ablauf
00:00 Vorläuten mit Glocke 1
02:13 Vollgeläute

Ein großes Dankeschön geht an den Pfarrer für die Ermöglichung der Aufnahme !

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