Beschreibung der Videos
In folgendem Video hört und seht ihr die 5 Glocken der Pfarrkirche Feldkirchen (gem. Ainring) zur Wortgottesfeier am Vorabend vom Christkönigssonntag.
Die Glocken erklingen in den Tönen c' es' f' g' as' und wurden von
1: Karl Czudnochowsky aus Erding 1947
2: Karl Czudnochowsky aus Erding 1950
3: Hans Nußpicker aus Salzburg 1682
4: Andreas Zachenbauer aus Salzburg 1725
5: Karl Czudnochowsky aus Erding 1946
gegossen.
Ablauf:
00:00 Vorläuten mit der großen Glocke
02:20 Vollgeläute
Ein großes Dankeschön geht an den Pfarrer und an den Mesner für die Ermöglichung der Aufnahme!
*In diesem Video wird das Geläut der evangelisch-lutherischen Stadtkirche St. Concordia in Ruhla präsentiert.*
Töne: h° e' gis'
Ablauf:
1 0:00 Impressionen der Kirche (mit Orgelmusik, Teilgeläute und Uhrschlag)
2 8:55 Glocke 3 (gis')
3 11:24 Glocke 2 (e')
4 14:45 Glocke 1 (h°)
5 18:49 Vollgeläut (h° e' gis')
6 20:32 Impressionen des Glockenhauses (mit Außenaufnahmen des Vollgeläuts)
7 22:07 Vollgeläut (h° e' gis')
8 23:23 Bilder der ehemaligen Glocke 2 (mit Außenaufnahmen des Vollgeläuts)
9 23:43 Vollgeläut (h° e' gis')
Ruhla ist mit rund 5.100 Einwohnern eine Stadt im Thüringer Wald im Wartburgkreis in Thüringen, Deutschland. Etwas oberhalb des Ortskerns befindet sich die evangelisch-lutherische Stadtkirche St. Concordia, welche zugleich die einzige im Ursprung erhaltene Winkelkirche Deutschlands ist!
Ruhla wurde 1355 erstmals erwähnt und besaß bereits in den Anfängen eine Kirche. Im Jahr 1640 kam es zu einer Erbteilung zwischen den Söhnen des Herzogs Johann von Weimar, wodurch auch Ruhla in zwei Teile geteilt wurde. Fortan gehörte der östliche Teil Ruhlas zum Herzogtum Sachsen-Gotha, die andere Hälfte zum Herzogtum Sachen-Weimar. Durch diese politische und später auch gesellschaftliche Zersplitterung wurde eine neue weitere Kirche im weimarschen Teil Ruhlas notwendig, da es zu heftigen Streiten über die Nutzungsrechte der im gothaischen Teil befindlichen Trinitatiskirche kam. Nach Verhandlungen konnte schließlich 1660 mit dem Bau der Kirche St. Concordia begonnen werden. Am 25. September 1661 wurde die Kirche feierlich eingeweiht, 1662 wurde der Bau beendet. Aufgrund der Lage wurde die Kirche als Winkelkirche erbaut. Dabei war ein Kirchenschiff für die Frauen und ein Kirchenschiff für die Männer vorgesehen.
1696/97, 1708 und 1730 kam es zu ergänzenden Baumaßnahmen. Auch in den folgenden Jahrhunderten kam es immer wieder zu Umbauten und Erneuerungen an der Kirche und ihrer Ausstattung. Von 1994-96 wurde der einstutzgefährdete Turm saniert, von 2009-2011 sanierte man die Jehmlich-Orgel aus dem Jahr 1911 umfassend.
Zur Ausstattung gehört neben dem Kanzelatar und der bereits erwähnten Jehmlich-Orgel aus dem Jahr 1911 auch der Taufstein aus dem Jahr 1684.
Das Geläut der Kirche besteht heute aus 3 Läuteglocken, welche sich in einem separaten Glockenhaus oberhalb der Kirche befinden. Dieses Glockenhaus existiert bereits seit der Erbauung der Kirche im Jahr 1661. Zu Beginn befanden sich zwei Glocken im Glockenhaus. Eine weitere mittlere Glocke konnte 1733 angeschafft werden. Im Jahr 1802 wurde die große Glocke, im Jahr 1844 die mittlere und kleine Glocke von den Gebr. Ulrich in Apolda umgegossen.
Im Jahr 1917 mussten die Glocken für den Ersten Weltkrieg abgeliefert werden und wurde dadurch vernichtet. Als Ersatz konnten bereits 1919 drei neue Eisenhartgussglocken von der Firma Schilling & Lattermann aus Apolda/ Morgenröthe-Rautenkranz für rund 21.000 Mark angeschafft werden.
1998 musste die mittlere Eisenhartgussglocken, welche heute vor der Kirche steht und ab 23.23 Minuten zu sehen ist wegen eines Risses ausgetauscht werden. Sie wurde durch eine Bronzeglocken der Gießerei Lauchhammer ersetzt. Seid dem erklingt das momentane beeindruckende Mischgeläut aus zwei Eisenhartgussglocken und einer Bronzeglocke über Ruhla. Die größte Glocke darf sich zu den größten Eisenhartgussglocken in Thüringen zählen.
Am Turm befinden sich noch zwei Klangschalen für den Uhrschlag, welcher ab ca 6.20 Minuten zu hören ist.
*Daten der Glocken:* Ton, Gussjahr, Gießer, Gewicht, Durchmesser
Gl.1 h° 1919 Schilling & Lattermann (Apolda/ Morgenröthe-Rautenkranz) 3.300kg 2000mm
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Gl.2 e' 1998 Glocken- & Kunstgießerei Lauchhammer 1142kg
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Gl.3 gis' 1919 Schilling & Lattermann (Apolda/ Morgenröthe-Rautenkranz) 750kg 125mm
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Gl.I f' (Stundenschläge)
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Gl.II cis" (Viertelstundenschläge)
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*Die Inschriften der Glocken befinden sich aus Platzgründen in einem Anhang in den Kommentaren*
Vielen Dank an alle Beteiligten für die Ermöglichung der Aufnahmen sowie bei @Glocken_in_Mitteldeutschland für die Unterstützung!
An dieser Stelle möchte ich auf die Stiftung der Kirche St. Concordia hinweisen. Sie setzt sich für den Erhalt dieser besonderen Kirche ein. Mehr Infos dazu gibt es unter folgendem Link:
Quellen: eigene Fotos und Aufnahmen, Kirchengemeinde St. Concordia Ruhla, Wikipedia, Niclas Häusler
Aufnahme: 13. Dezember zu einem Sondergeläut
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