Beschreibung der Videos

Zu hören sind die 3 #glocken der Evangelischen Stadtkirche zu Bückeburg.

*Mit diesem Video wünsche ich allen Zuschauern ein gesegnetes Pfingstfest!*

Die Bückeburger Stadtkirche gehört zu den frühesten und wichtigsten protestantischen Bauten in Deutschland. Sie wurde als repräsentative Residenzkirche von Graf Ernst III von Schaumburg im Jahre 1610-1615 erbaut. Sie ist bis heute noch die Hauptkirche für den Landesbischof. Die Fassade wird durch die Jahrezahl 1613 und der Zier „Exemplum Religionis Non Structurae“ geprägt.
Das Gestühl stammt aus dem Jahre 1895 und wurde vom Architekten Prof. Albrecht Haupt gefertigt. Durch Brandstiftung im Jahre 1962 wurden der Altaraufbau sowie die historische Orgel komplett zerstört. Der Orgelprospekt wurde 1965 durch die Bildhauerin Ursula Bacmeister aus Goslar neu, nach historischem Vorbild geschnitzt.
Das Taufbecken wurde 1615 vom Bildhauer Adrian de Vries aus Prag gefertigt. Der gewölbte Deckel zeigt die vier Evangelisten Johannes, Matthäus, Markus und Lukas.
Die Kanzel stammt ebenfalls aus 1615 und wurde von Hans Wolf gefertigt. Sie zeigt unter anderem Szenen aus dem Leben Christi. Außerdem wird im oberen Teil die Kreuzigung und im unteren Teil Pfingsten und die Auferstehung dargestellt. Auf dem aus Sandstein gefertigtem Altartisch befinden sich ein neu angefertigter Altarrahmen von 1965, welcher ein Ölgemälde der Geburt Christi trägt.
Die insgesamt 19 Maßwerkfenster wurden von 1875 bis 1877 nach Entwürfen von Andreas Müller aus Düsseldorf gefertigt.

Orgel
Die ursprünglich Orgel wurde 1617 vom Wolfenbütteler Orgelbaumeister Esaias Compenius erbaut. Sie wurde wie bereits erwähnt Opfer des Brandes im Jahre 1962. Während der Prospekt neu geschnitzt wurde, bereitete man ein neues Orgelwerk, angelehnt an der damaligen Disposition auf. Dieses wiederum wurde 1993 wieder durch ein völlig neues Orgelwerk von Rudolf Janke aus Göttingen ersetzt. Heute hat die Orgel 47 Register auf zwei Manualen.

Glocken
Im Dachgiebel der Stadtkirche hängen heute drei Glocken im Holzglockenstuhl an Stahljochen. Sie wurden im Jahre 1922 vom Bochumer Verein gegossen. Auf der großen Glocke sind die Namen der Kirchenvorsteher von 1922 aufgelistet. Die einzige verbliebene Glocke im Dachreiter stammt aus dem 14. Jahrhundert und hängt seit er Erbauung als Uhrglocke im Dachreiter. Die drei Läuteglocken mit den Schlagtönen h0 d‘ f‘ erklingen nur an hohen Festtagen zusammen.

Daten der Glocken
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Glocke 3
Name: Friedensglocke
Schlagton: f‘
Gießer: Bochumer Verein
Gussjahr: 1922
Inschrift: „UND FRIEDE AUF ERDEN, SUCHEST DU FRIEDEN? = IN GOTTES WORT FIND‘ST DU DES EWIGEN FRIEDENS HORT‘“
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Glocke 2
Name:
Schlagton: d‘
Gießer: Bochumer Verein
Gussjahr: 1922
Inschrift: „UND DEN MENSCHEN EIN WOHLGEFALLEN. ICH KÜNDIGE TROTZ DER FEINDE SPOTT: EIN FESTE BURG IST UNSER GOTT.“
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Glocke 1
Name:
Schlagton: h0
Gießer: Bochumer Verein
Gussjahr: 1922
Inschrift: „EHRE SEI GOTT IN DER HÖHE.“
„DER GLOCKEN WEICHES ERZ DER HARTE KRIEG VERSCHLANG DER HARTE FRIEDEN ZWANG ZU HARTEN STAHLES KLANG.“
„DER KIRCHENVORSTAND R. TÜRNAU, OBERPREDIGER - H. HEIDKÄMPER, PASTOR SEC.
B. WIEHE, BÜRGERMEISTER - A. VON ENGELBRECHTEN
DR. O. MÜLLER - K. WERTH
B. MÖLLER, H. HARTMANN - JETENBURG 4
E. SPIER - SCHEIE 3 - E. MEIER - SCHEIE 10“

Motiv: Verminderter Dreiklang

Ablauf des Videos
00:00-03:04 Bilderstrecke
03:04-05:19 Glocke 3 I Friedensglocke I f‘
05:19-08:00 Glocke 2 I Mittlere Glocke I d‘
08:00-11:05 Glocke 1 I Große Glocke I h0
11:05-12:16 Uhrglocke
12:16-18:21 Verminderter Dreiklang I h0 d‘ f‘ I Plenum

Einen herzlichen Dank möchte ich an die Gemeinde der Stadtkirche richten. Des Weiteren danke ich dem Küster Herrn Heine für die Ermöglichung der Aufnahmen. Auch geht mein Dank an Arne Sill für das Organisieren der Aufnahmen!

©2025, Glockenlandschaft Niedersachsen


Zu hören sind die 3 #glocken der Evangelischen Kirche St.-Cyprian und Cornelius zu Ganderkesee.

*Allen Zuschauern wünsche ich einen gesegneten Reformationstag!*

Die Gaukirche zu Ganderkesee ist eine spätgotische Hallenkirche und stammt aus dem 15. Jahrundert. Der Turm stammt sogar noch aus dem 12. Jahrhundert. Um 1500 wurde die seitlich angeordnete Sakristei angebaut. Das Gewölbe der Sakristei wird durch verschiedene Darstellungen geziert. In der Turmhalle befindet sich die Kriegergedächtniskapelle. Oberhalb des Raumes befindet sich ein sog. Kreuzgratgewölbe. Das Kirchenschiff ist in zwei längst angeordneten Joche, sowie in einem quer angeordnetem Joch unterteilt.
Nach einer Volkssage soll der Teufel, der beim Bau über die Bestimmung des Bauwerks getäuscht worden war, aus ohnmächtiger Wut einen Abdruck seines Pferdefußes in einem Feldstein an der Außenseite der Kirche hinterlassen haben (00:33). Die Fenster der Kirche wurden 1983 erneuert und wurden mit einem aufwendigem Fischblasenmaßwerk versehen.

Der Imposante Hochaltar ist ausgestattet mit einem Altarretabel des „Salvator Mundi“ zwischen zwei Säulen. Der schlichte, zylindrisch geformte Taufstein stammt aus dem 13. Jahrhundert. Ein ähnliches Stück gibt es in Altenoythe bei Frisoythe. Die seitlich vom Altarraum angeordnete Kanzel stammt aus dem Jahre 1608 und ist mit aufwendigen Malereien der vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes versehen.
Die beiden seitlich angeordneten Emporen, die sog. Adelslogen stammen aus dem Jahre 1711 und dienen heute nur noch als Lagerraum. Durch den Artilleriebeschuss in den letzten Tagen des Krieges brannte der Turm sowie der Dachstuhl komplett aus. Das Gewölbe wurde dabei beschädigt, hielt aber stand, sodass das Kircheninnere größtenteils unbeschadet blieb. Beim Einbau der drei neuen Stahlglocken hatte der Turm noch kein neuen Helm (01:58).

Orgel
Die imposante Orgel wurde 1699 durch Arp Schnittger mit zunächst 16 Registern erbaut. 1760 wurde sie durch Klapmeyer erweitert und anschließend 1934/35 durch Alfred Führer erweitert, sodass sie heute mit 22 Registern und 1134 Pfeifen erklingt. Während des 2. Weltkrieges wurde die Orgel ausgebaut, um sie vor Schäden zu bewahren. 1946 wurde sie wieder eingebaut, nachdem der Kirchturm seine Haube erhielt, und das Dach wieder eingedeckt wurde. Das am Anfang zu hörende Stück stammt von der Arp Schnittger Orgel aus Ganderkesee, gespielt vom ehem. Kreiskantor Thorsten Ahlrichs.

Uhrwerk
Das Vorgängeruhrwerk (01:58) wurde während des Krieges zerstört. Nach der Renovierung wurde ein neues mechanisches Uhrwerk von Eduard Korfhage & Söhne eingebaut. Gleichzeitig wurden die beiden Uhrglocken eingebaut, welche bis heute die Uhrzeit ankündigen. Das Uhrwerk ist nicht mehr im Betrieb.

Glocken
1497 goss Johannes Freese zwei Glocken für Ganderkesee mit den Schlagtönen es‘ und f‘. Im ersten Weltkrieg wurde die große Glocke (Obwohl sie als besonders wertvoll eingestuft worden war) im Turm zerschlagen und für Kriegszwecke abgeliefert. 1925 goss man als Ersatz eine neue Glocke. Sie wurde von Schilling aus Apolda gegossen (01:58). Auch diese Glocke wurde im 2. Weltkrieg abgeliefert. Die kleine Glocke von Freese wurde durch den Turmbrand in den letzten Tagen des Krieges zerstört. 1949 goss man die heutigen drei Stahlglocken vom Bochumer Verein. Bislang hingen sie an gekröpften Stahljochen, bis man diese 2014 aufgrund von Schäden gegen Holzjochen austauschte. Sie wurden in der schweren V12er Rippe gegossen. Voralldingen die c‘ überzeugt mit ihrem vertieften und kräftigem Klang.

Daten der Glocken
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Glocke 3 Bilder bei 04:05
Name: Taufglocke
Schlagton: f‘
Gießer: Bochumer Verein
Gussjahr: 1949
Durchmesser: 142cm
Inschrift: „GOTT IST DER RECHTE VATER ÜBER ALLES, WAS DA KINDER HEISST IM HIMMEL AUF ERDEN“
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Glocke 2 Bilder bei 06:20
Name: Auferstehungsglocke
Schlagton: es‘
Gießer: Bochumer Verein
Gussjahr: 1949
Durchmesser: 158,5cm
Inschrift: „ER IST AUFERSTANDEN, ER IST WAHRHAFTIG AUFERSTANDEN“
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Glocke 1 Bilder bei 08:30
Name: Wortglocke
Schlagton: c‘
Gießer: Bochumer Verein
Gussjahr: 1949
Durchmesser: 190cm
Inschrift: „LAND, LAND, HÖRE DES HERRN WORT!“

Ablauf des Videos
00:00-03:22 Bilderstrecke
03:22-05:39 Glocke 3 I Taufglocke I f‘
05:39-07:51 Glocke 2 I Auferstehungsglocke I es‘
07:51-10:19 Glocke 1 I Wortglocke I c‘
10:19-11:02 Uhrschlag
11:02-17:12 TeDeum I c‘ es‘ f‘ I Plenum

Einen großen Dank möchte ich an die Pastorin Frau Bruns richten. Des Weiteren geht mein Dank an Herrn Schulz sowie an den Hausmeister Herrn Helmbold! Herzlichen Dank für die Ermöglichung der Aufnahme! Nun freue ich mich das Geläut meiner Heimat und Taufkirche präsentieren zu dürfen!

Aufnahmedatum: 12.12.2023 15.30 & 10.09.2024 16.30

©2024, Glockenlandschaft Niedersachsen

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