Beschreibung der Videos

Glædelig jul!
Klokkeringning i Herlufsholm kirke nær Næstved. Den store klokke blev støbt i 1440 af Johannes Nicolai som hans første klokke. Den anden klokke fra 1200-tallet er sandsynligvis den ældste klokke i Danmark og bærer støberens navn: Martinus. Den er også prydet med seglet fra abbed Nicolaus den 3. fra det tidligere kloster, som døde i 1265. Da kirken brændte ned i 1261 og sandsynligvis fik nye klokker bagefter, må denne klokke være blevet støbt inden for disse fire år. Den tredje klokke blev støbt af B. S. Løw i København i 1848. Selv om den mindste klokke ikke har nogen indskrift, kan den også tilskrives Martinus på grund af deres form. Flere data herunder.

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Allen Zuschauern ein frohes Weihnachtsfest!

Etwa 80 km südwestlich von Kopenhagen liegt auf der dänischen Insel Seeland die ca. 45000 Einwohner zählende Stadt Næstved. Nahe des alten Stadtkerns befindet sich das ehemalige Kloster Herlufsholm. Dieses früher „Skovkloster“ (Waldkloster) genannte Benediktinerkloster wurde 1135 gegründet und bestand bis zur Reformation 1537. Es entwickelte sich zeitgleich mit Næstved, hatte umfangreiche Besitztümer, ein praktisches Eigentumsrecht über die Stadt und gehörte zu den reichsten und bedeutensten Klöstern Seelands. Ab 1560 erwarben Herluf Trolle, ein dänischer Admiral und Humanist, der in Wittenberg studiert hatte und dort u. a. Kontakt zu Philipp Melanchthon hatte, und seine Frau Birgitte Gøye den Komplex. Sie richteten eine Lateinschule ein, die als Internat bis heute besteht und als eine der ältesten Schulen Dänemarks gilt. Herluf Trolle nannte das Skovkloster dann schließlich nach sich selbst auch in Herlufsholm um.
Die ehem. Klosterkirche zeigt sich heute als gotischer Bau aus roten Backsteinen. Sie wurde nach dem Abbrennen der romanischen Vorgängerkirche aus der Zeit nach der Klostergründung im Jahr 1261 errichtet und hat seitdem ihr Erscheinungsbild größtenteils behalten.

Im Turm hängt ein historisch äußerst bedeutendes, vierstimmiges Geläut. Die größte Glocke ist ein eher leichtrippiges Stück des Gießers Johannes Nicolai und gleichzeitig seine erste erhaltene Glocke. Vor allem klanglich bleibt sie dabei hinter seinen späteren Glocken zurück, doch auch optisch ist das Herlufsholmer Instrument nicht fehlerfrei (s. Inschrift). Bei der nächstgrößeren Glocke handelt sich um eine verhältnismäßig große Zuckerhutglocke, bei der aber v. a. die Gestaltung zu erwähnen ist: Neben einer gut erhaltenen Ritzzeichnung nennt die Schulterinschrift einerseits den Namen ihres Gießers, Martinus, und trägt andererseits Siegel des Abtes zum Zeitpunkt des Gusses als Trennungszeichen. Auch in der Inschrift am Wolm wird sein Name erwähnt: Nikolaus der 3., welcher nach Quelle 3 im Jahr 1265 starb. Da die Kirche wie erwähnt 1261 abbrannte und ein Guss neuer Glocken im Zuge des Wiederauf- bzw. Neubaus im Anschluss sehr wahrscheinlich ist, wird auch der Gusszeitpunkt sehr wahrscheinlich innerhalb dieser vier Jahre (1261-1265) liegen. Nach derzeitigem Kenntnisstand handelt es sich somit um die älteste bezeichnete Glocke des Landes. Die kleinste Glocke besitzt zwar keine Inschrift, kann aber aufgrund der Platzierung der Stege und Form ebenfalls Martinus zugeschrieben werden, womöglich stammen beide Instrumente sogar aus einem Guss. Die dritte Glocke goss 1848 B. S. Løw in Kopenhagen.

Leider sind nur die beiden großen Glocken motorisiert und befinden sich somit im Regelbetrieb.


Klokke 1: Gertrud, fis'-3, 1440, Johannes Nicolai
ca. 500 kg, Ø 998 mm

Klokke 2: Katharina, c''-6, 1261-1265, Magister Martinus
ca. 580 kg, Ø 915 mm

Klokke 3: g''-9, 1848, B. S. Løw, København
ca. 80 kg, Ø 527 mm

Klokke 4: gis''±0, 1261-1265, Magister Martinus
ca. 160 kg, Ø 587 mm


proces:
00:00 - Billeder af kirken
01:52 - Klokke 4
04:00 - Klokke 3
06:00 - Klokke 2
09:30 - Klokke 1
12:20 - Martinus-Klokker
15:05 - Plenum


Mange tak til hr. Koefoed og Hendrik! Einen herzlichen Dank an Herrn Koefoed und Hendrik!
Hendriks Präsentation ist unter folgendem Link zu finden: https://youtu.be/7Gt4nLBSfAQ?si=OXuJkW09O5bLb-Rw

Kilder / Quellen:
1: Wikipedia „Næstved“: https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%A6stved

2: Fra Skovkloster til Herlufsholm (Palle Birk Hansen): https://pallebirk.dk/personer-menupunkt/fra-skovkloster-til-herlufsholm/

3: Roskildehistorie, Skovkloster: https://www.roskildehistorie.dk/gods/klostergods/landklostre/Skovkloster/Skovkloster.htm

4: Wikipedia „Herlufsholm“: https://de.wikipedia.org/wiki/Herlufsholm
(alle besøgt den 23. december 2024 / alle aufgerufen am 23. Dezember 2024)

Optagelse / Aufnahme:
Onsdag / Mittwoch, den 14. august 2024


Glocken der ev.-luth. Dorfkirche zu Hohen Pritz

Das Dorf Hohen Pritz liegt etwa zehn Kilometer südöstlich der mecklenburgischen Kleinstadt Sternberg im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Die Ursprünge der flachgedeckten Feld- und Backsteinsaalkirche reichen bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts zurück. Der markante Westturm entstand zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Der Innenraum ist vor allem durch seine neugotische Ausstattung geprägt. Auf der Westempore befindet sich eine unspielbare Schwarz-Orgel von 1894.

Die Glockenstube liegt nicht auf Höhe der Schallluken, sondern unterhalb des Walmdachs im Westturm. Der Holzglockenstuhl trägt ein Duett aus zwei Bronzeglocken. Ursprünglich gab es zwei mittelalterliche Glocken, von denen die größere zwei Gießerzeichen trug, die bislang keinem bekannten Glockengießer zugeordnet werden konnten. Die kleinere Glocke wurde 1852 von Peter Martin Hausbrandt in Wismar umgegossen. Sie dürfte auch in den heute noch vorhandenen Umguss von 1926 durch Christian Störmer (Erfurt) übergangen sein. Die große Glocke musste im Zweiten Weltkrieg abgegeben werden.

Als 1989 die Ruester Glocken in die Mestliner Kirche umgehängt wurden, kam die Mestliner Schultz-Glocke in das nun freie Stuhlfeld. Beide Glocken läuteten lange an gekröpften Eisenjochen (5:45). Im Jahr 2025 konnte die Anlage saniert werden.

GLOCKE II
c''+5 | 758 mm | 1926 | Christian Störmer (Erfurt)

GLOCKE I
g'+7 | 967 mm | 1776 | Johann Valentin Schultz (Rostock)

0:10 Glocke II
2:18 Glocke I
4:56 Vollgeläut

Ich bedanke mich herzlich bei Pastor Kornelius Taetow für die Ermöglichung der Dokumentation sowie bei meinem Vater für die tatkräftige Unterstützung.

QUELLEN
Eigene Sichtung
Dehio, Georg: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Mecklenburg-Vorpommern. 2. Auflage. Berlin, 2016.
Schlie, Friedrich: Die Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Grossherzogthums Mecklenburg-Schwerin. Bd. 3 : Die Amtsgerichtsbezirke Hagenow, Wittenburg, Boizenburg, Lübtheen, Dömitz, Grabow, Ludwigslust, Neustadt, Crivitz, Brüel, Warin, Neubukow, Kröpelin und Doberan. Schwerin, 1900.

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