Beschreibung der Videos

Klokkeringning i Vor Frue Kirke i Kalundborg. Den store klokke blev støbt i 1702 af Steffen Scherrenbein fra København, den næststørste i 1938 af klokkestøberiet Brønderslev og de to mindste i 1732 af Johan Barthold Holtzmann og i 1502 af Olaus Benedicti. De to klokker fra 1702 og 1732 hænger sammen i nordtårnet, mens klokkerne fra 1938 og 1502 hænger i østtårnet. Carillon i midtertårnet blev støbt i 2013 af Pierre Paccard i Annecy i Frankrig.
Flere data herunder.

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Hiermit wünsche ich ein frohes neues Jahr!

Ganz im Westen der dänischen Insel Seeland, auf der auch Kopenhagen liegt, befindet sich die Stadt Kalundborg, ca. 17000 Einwohner zählend. Sie wurde zusammen mit einer Burg im Jahr 1167 gegründet, die im 14. & 15. Jhd. einer der wichtigsten politischen und militärischen Standorte Dänemarks war.

Im Zuge der Stadtgründung wurde ab 1170 auch die Vor Frue Kirke (Liebfrauenkirche) errichtet. Sie hat sich in größtenteils in sito erhalten können, lediglich die Sakristei aus dem 15. Jhd. und der Mittelturm, nach dem Einsturz des Originals 1827 von 1867-71 neu errichtet, sind neuer. Die Kalundborger Vor Frue Kirke zählt zu den ungewöhnlichsten Sakralbauten Nordeuropas und ist in ihrer Gestalt mit den fünf Türmen absolut einmalig.

Von den fünf Türmen sind drei mit Glocken bestückt. Der Mittelturm trägt das 48-stimmige Carillon, welches 2013 von Pierre Paccard im französischen Annecy gegossen wurde und mind. mehrmals am Tag automatisch zu hören ist.
Der Nord- & Ostturm tragen jeweils zwei Glocken des vierstimmigen Geläuts. Die älteste Glocke stammt aus dem Jahr 1502 vom Gießer Olaus Benedicti. Sie ist eine von drei erhaltenen Glocken dieses Gießers im Land und tongleich mit der 1732 vom Kopenhagener Gießer Johan Barthold Holtzmann gefertigten Glocke. Die zweitgrößte wurde 1938 von der Glockengießerei Brønderslev im gleichnamigen Ort gegossen. Die größte Glocke wurde, wie ihre Inschrift bezeugt, aus einer beim Trauergeläut für den 1699 verstorbenen König Christian V. von Dänemark und Norwegen gesprungenen Vorgängerin gegossen. Sie ist das größte erhaltene Gusswerk ihres Gießers Steffen Scherrenbein in Dänemark, welcher ebenfalls in Kopenhagen tätig war. Besonders die Tondoppelung bzw. generell die ungewöhnliche Tonfolge und die Verlangsamung der zweitgrößten Glocke durch ihre Aufhängung machen neben den eigenen Klangcharakteristiken der einzelnen Glocken das Kalundborger Geläut sehr markant und einmalig - passend zum Kirchenbau!


Klokke 1 (Nordtårn): e'-5, 1702, Steffen Scherrenbein (København)
ca. 1150 kg, Ø 1248 mm

Klokke 2 (Østtårn): b'-6, 1938, Klokkenstøberi Brønderslev
ca. 760 kg, Ø 1032 mm

Klokke 3 (Nordtårn): es''-10, 1732, Johan Barthold Holtzmann (København)
ca. 360 kg, Ø 790 mm

Klokke 4: (Østtårn): es''-10, 1502, Olaus Benedicti
ca. 200 kg, Ø 688 mm


proces:
00:00 - Billeder af kirken & carillon
02:20 - Klokke 4
04:45 - Klokke 3
07:15 - Klokke 2
09:45 - Klokke 1
12:45 - Plenum

Mange tak til Søren Juul og Hendrik! Vielen Dank an Søren Juul für die Erlaubnis und Ermöglichung und Hendrik für den schönen Tag!
En optagelse af klokkerne udefra kan findes under følgende link:
Seine Außenaufnahme ist unter folgendem Link zu finden:
https://youtu.be/0nwNFJKqY_8?si=HcMdN7withmc1PiL

Quellen:
1+2: Wikipedia: „Kalundborg“ & „Vor Frue Kirke (Kalundborg)“:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kalundborg
https://de.wikipedia.org/wiki/Vor_Frue_Kirke_(Kalundborg)
(30.12.25)

Optagelser / Aufnahmen:
Fredag den 16. august 2024


Klokkeringing i Borbjerg Kirke i Holstebro Kommune. I det nordlige og østlige lydvindue hænger et klokkespil med 10 klokker, der blev støbt i 1961 af det engelske støberi John Taylor & Co. Den store ringeklokke blev fremstillet i Brønderslev i 1945, og dens indskrift henviser til den tidligere tyske besættelse af Danmark. Den lille klokke er meget gammel og stammer fra omkring år 1200.
Flere data herunder.

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Im Nordwesten der dänischen Halbinsel, in der Region Mitteljütland, befindet sich die Stadt Holstebro, von derer etwa 10 km in ost-nordöstlich Richtung der Ort Borbjerg liegt.

Die Kirche zu Borbjerg gehört zu den größeren Dorfkirchen Dänemarks. Sie wurde ab 1150 aus Granitquadern errichtet und im späten 15. Jhd. um einen Westturm und ein überwölbtes Querhaus mit Chor ergänzt.

Das wertvollste Ausstattungsstück ist das vergoldete Antependium aus dem 13. Jhd. Es besitzt gewisse Ähnlichkeiten mit den sog. Goldenen Altären, einer Reihe von heute 7 romanischen Altären, die sich größtenteils im Nationalmuseum befinden. Dennoch gehört das Borbjerger Stück nicht zu diesen. Auch das Taufbecken stammt aus dem 13. Jhd., die übrige Ausstattung ist überwiegend aus dem 17. Jhd. oder modern. So die 1981 errichtete Orgel vom dänischen Orgelbauer Frobenius mit 11 Registern.

Der gedrungene Turm beherbergt einen campanologischen Schatz ersten Ranges. Es handelt sich um eine in Übergangsform von Bienenkorb zu Zuckerhut gegossene Glocke, die mit ihrer extrem schweren Rippe und silbrig-hellem Klang zu den schönsten Glocken des Landes gezählt werden muss. Aufgrund fehlender (uns bekannter) Vergleichsglocken kann derzeit noch keine Jahrhundertangabe (spätes 12. oder frühes 13.) gemacht werden, sie wurde aber um 1200 gegossen. Der Schlagton fis"-7 wird durch die anderen Teiltöne wie die Terz (g"+8) für das Gehör stark nach oben gezogen und hört sich neben anderen (Molloktav-)Glocken eher wie ~fis"+5 an. Ähnliches ist bei den Bamberger Kaiserglocken der Fall, die sich für mich persönlich im Duett wie cis'-d' anhören.

An ihrer Seite hängt eine elektrifizierte Friedensglocke der dänischen Glockengießerei Brønderslev von 1945, die in ihrer Inschrift die Belagerung Dänemarks durch die Deutschen während des 2. Weltkriegs aufgreift.
1961 wurde der Kirche schließlich noch das 10-stimmige Glockenspiel gestiftet, es wurde von John Taylor & Co. in England gegossen und hat die Töne g²-a²-h²-c³-d³-e³-f³-fis³-g³-a³.

Während des Ortsbesuchs waren wir davon ausgegangen, dass es zur vollen Stunde spielt und wollten vorher noch das Plenum aufnehmen, allerdings hat es dann um 5 vor (?) angefangen und untermalt somit wie zu hören das schwingende Geläut.


Klokke 1: g'+8, 1945, Klokkenstøberi Brønderslev
ca. 960 kg, Ø 1099 mm

Klokke 2: fis"-7, ~1200, umærket (unbez.)
ca. 300 kg, Ø 716 mm



proces:
00:00 - Billeder af kirken & timeslag
01:19 - Klokke 2
04:15 - Klokke 1
07:00 - Plenum
10:00 - Plenum fra ydersiden
11:00 - Plenum

Mange tak til Gitte Linde og Hendrik! Vielen Dank an Gitte Linde für die Erlaubnis und Ermöglichung und Hendrik für den schönen Tag!


Quellen:
1: https://www.borbjerg-hogager-kirker.dk/om-kirkerne/borbjerg-kirke

2: Wikipedia „De gyldne altre“: https://da.wikipedia.org/wiki/De_gyldne_altre
(Begge besøgt den 21.02.26)

Optagelser / Aufnahmen:
Onsdag den 21. august 2024

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