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Es läuten die vier #Glocken der kath. Pfarrkirche Mariä Unbefleckte Empfängnis (Lazaristenkirche) im 7. Wiener Gemeindebezirk Neubau.

Unsere Kirche steht direkt gegenüber des Westbahnhofes am Gürtel. Die dreischiffige Hallenkirche wurde 1860-1862 nach Plänen von Friedrich Schmidt von Baumeister Josef Hláwka als neugotischer Backsteinbau in Anlehnung an frühgotische Architekturformen für die Lazaristen errichtet. Seit jeher werden Kirchen und Pfarrer durch den Orden der Lazaristen betreut - daher der Name. Der Grundstein wurde am am 27. September 1860, dem 200. Todestag des Lazaristen-Patrons Vinzenz von Paul, vom Wiener Erzbischof Kardinal Joseph Othmar von Rauscher gelegt. Dieser weihte das Gotteshaus auch zwei Jahre später. Im zweiten Weltkrieg wurde die Kirche durch ihre Nähe zum Westbahnhof stark beschädigt und konnte erst 1984 komplett wiederhergestellt werden.
Der recht düstere Innenraum wird geprägt durch den Hochaltar, der von einer Statue der Muttergottes gekrönt wird. Es gibt mehrere Seiten- und Nebenaltäre.
Der 68 Meter hohe, weit sichtbare achteckige Turm befindet sich über der Vierung. Dort ist das Hauptgeläut untergebracht, welches 1961 von der ansässigen Gießerei Pfundner geliefert. in der großen Glockenstube wirken die recht kleinen Glocken fast verschwinden. Sie schallen aber durchaus mit einer enormen Klangfülle aus dem Turm - besonders, wenn man direkt nebenan wohnt. Über dem Altarraum hängt in einem kleinem Dachreiter die kleine Sanctusglocke von 1855. Diese stammt aus dem alten Lazaristenkloster, was für den Bau von Gürtel und Westbahnhof abgerissen wurde. Diese Glocke wurde allerdings seit Jahren oder gar Jahrzehnten nicht mehr geläutet, was u.a. an der suboptimal angebrachten Anlage liegt.

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d´-fis´-a´-(h´´)

Glocke 1
Hl. Maria
Ton: d´
Gewicht: 1564 kg
Durchmesser: 135 cm
Gießerei: J. Pfundner, Wien
Gussjahr: 1961
Inschrift: + O MARIA OHNE SÜNDE EMPFANGEN, BITTE FÜR UNS, DIE WIR BEI DIR ZUFLUCHT NEHMEN +

Glocke 2
Hl. Joseph
Ton: fis´
Gewicht: 727 kg
Durchmesser: 107 cm
Gießerei: J. Pfundner, Wien
Gussjahr: 1961
Inschrift: + SCHÜTZER UND SCHIRMHERR UNSERER FAMILIEN UND DES GOTTESVOLKES +

Glocke 3
Hl. Vinzenz
Ton: a´
Gewicht: 420 kg
Durchmesser: 90 cm
Gießerei: J. Pfundner, Wien
Gussjahr: 1961
Inschrift: + VATER VINZENZ RUFE UNS ZUR GOTTES- UND NÄCHSTENLIEBE +

Glocke 4
Sanctusglocke im Dachreiter
Ton: h´´
Gewicht: 40 kg
Durchmesser: 38 cm
Gießerei: L. G. Korrentsch, Wien
Gussjahr: 1855

Leichte tonliche Komplikationen bitte ich zu entschuldigen.
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Bedenken möchte ich mich bei unserem Pfarrer sowie bei P. Florian für die Unterstützung.


Die Erlöserkirche ist ein evangelisches Gotteshaus im Berliner Ortsteil Rummelsburg, das von 1890 bis 1892 errichtet wurde. Es steht zusammen mit dem Pfarrhaus unter Denkmalschutz.


GESCHICHTE:


Im Jahr 1889 entstand die politisch selbstständige Landgemeinde Boxhagen-Rummelsburg, die aus dem Gutsbezirk Boxhagen, der Rummelsburger Heide am Rummelsburger See und dem Lichtenberger Kietz gebildet wurde. Bei der Gründung wohnten hier schon rund 11.000 Menschen. Somit entstand bereits am 4. Mai 1890 eine eigene Parochie mit der evangelischen Erlöser-Gemeinde. Noch am gleichen Tag nahm die Kaiserin Auguste Viktoria die Grundsteinlegung für eine neue Kirche vor.

Der Kirchenbau geht auf Entwürfe der Architekten Conrad Wilhelm Hase und Max Spitta zurück, die mit einem großen Gebäude im neugotischen Stil der wachsenden Kirchengemeinde im dicht besiedelten Arbeiterviertel Boxhagen-Rummelsburg ein neues Haus bescherten, das am 21. Oktober 1892 eingeweiht wurde. Im Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin befinden sich die Originalpläne zur Kirche und zum Gemeindehaus.

Grundriss der Erlöserkirche, 1894
Die Baukosten der Kirche von etwa 230.000 Mark (kaufkraftbereinigt in heutiger Währung: rund 1,86 Millionen Euro) kamen teilweise von Kaiser Wilhelm II. und seiner Gemahlin Auguste Victoria sowie aus Spendensammlungen von eigens gegründeten Vereinen: dem Evangelisch-kirchlichen Hülfsverein (1888) und einem Kirchenbauverein (1890). Freiherr von Mirbach (auch „Glockenaujust“ genannt) zitierte Kaiserin Auguste Viktoria (im Berliner Volksmund: „Kirchenjuste“): „Ich habe bestimmt, dass für die Gestalt derselben die von Prof. Conrad Hase erbaute Apostelkirche in Hannover zum Muster zu nehmen ist.“

Die Erlöserkirche ist die erste von 52 Kirchen, die im Rahmen eines großangelegten Kirchenbauprogramms fertiggestellt wurde. Das Kaiserpaar besuchte diese Kirche nach ihrer Fertigstellung häufig. Die beiden prächtigen Stühle, die sie bei ihren Besuchen benutzten, sind noch immer vorhanden und dienen heute bei Hochzeiten dem Brautpaar.

Da nicht nur die geistige, sondern auch die materielle Not der Menschen zu lindern war, entstand bereits in den Jahren 1892/1893 nebenan das Gemeindehaus in zur Kirche passenden neugotischen Formen. Die Pläne hierzu stammen ebenfalls von Max Spitta. Das Gemeindezentrum beherbergte eine Suppenküche, eine Krankenstation und – wie es damals hieß – eine „Kleinkinderbewahranstalt“, die es immer noch gibt – es ist die evangelische Kindertagesstätte, die 1894 eröffnet wurde und 1992 ein neues Haus erhielt.

In den 1980er Jahren wurde die Kirche bekannt durch – von Polizei und Staatssicherheit ständig überwachten – Aktivitäten der DDR-Friedensbewegung. So war die Kirche Ort für mehrere Blues-Messen als auch ein Treff- und Veranstaltungs-Ort für Punks. Im Herbst 1989 gingen Bilder von Protestveranstaltungen und Fürbittgottesdiensten um die ganze Welt.[12] Zusätzlich spielten streng geheim im März 1983 Die Toten Hosen gemeinsam mit der ostdeutschen Punk-Band Planlos, in der Schauspieler Bernd Michael Lade Schlagzeug spielte, ohne Genehmigung und ohne Gage ein Konzert in der Kirche. Sie reisten dazu unerkannt als Touristen in die DDR ein. 2022 entstand dazu der Dokumentarfilm Auswärtsspiel – Die Toten Hosen in Ost-Berlin.

Danach wurde es ruhiger um die Kirche. Die Christengemeinde kümmerte sich nun wieder mehr um Soziales, organisierte Konzerte und Gesprächsrunden und gründete einen Chor mit einer eigenen Kinderabteilung, der seit September 2001 durch den Förderverein des Chores der Erlöserkirche e. V. tatkräftig unterstützt wird.
Seit 2001 ist die Erlöserkirche eine von vier Predigtstätten der Paul-Gerhardt-Gemeinde Berlin-Lichtenberg, die zum Kirchenkreis Lichtenberg-Oberspree im Sprengel Berlin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz gehört.


GLOCKEN:


Das dreistimmige Geläut aus Gussstahl, hergestellt vom Bochumer Verein, wurde mittels eines Antifriktionslagers aufgehängt. Die Herstellung der Glocken samt Zubehör wie Klöppel, Achsen, Lager und Läutehebel kostete 5651 Mark. Der Glockenguss geht auf eine Stiftung des Commercienraths Baare aus Bochum zurück.

c‘ es‘ g‘


Ein herzliches Dankeschön an den Pfarrer Hr. Schirr für die Erlaubnis, die Turmbesteigung, sowie für das gesonderte einschalten der Glocken.

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