Beschreibung der Videos

Der Turm von St. Andreas beherbergt fünf Glocken c'-es'-f '-g'-b', die zum Ende der Bauzeit der Kirche 1953 ihren Weg vom Bochumer Verein dorthin fanden. Es handelt sich hierbei um ein wunderschönes Geläut in der V7e Rippe.

Der freistehende Kirchturm gehört zu der 1952/53 errichteten Andreaskirche. Sie ist der Nachfolgebau der 1923 im ehemaligen Schlachthofviertel errichteten neuen Pfarrkirche, die der enorm gewachsenen Bevölkerung Platz bieten sollte. Die Bausubstanz war damals ein ehemaliger Ballsaal. Sie war bis nach dem Krieg, in dem sie schwer zerstört wurde, eine Filialkirche der Altstadtpfarre St. Peter.
Der Bauplatz an dem die Kirche heute steht konnte bereits 1950 erworben werden. Der eigentliche Baubeginn musste dann noch knappe zwei Jahre auf sich warten. 1953 konnte dann die Kirche als eine der ersten Neubaukirchen in München geweiht werden.

Ich möchte mich bei allen Beteiligten, besonders bei den Organisatoren für die Ermöglichung dieser Aufnahme bedanken !


Dieses Video beinhaltet eine virtuelle Führung mitsamt akustischer Präsentation der Orgel von der evangelischen Markuskirche in der Südstadt, einem Stadtteil der im mitteldeutschen Bundesland Hessen gelegenen und kreisfreien Großstadt Kassel sowie eine Präsentation von deren Geläut.

Daten der Glocken: https://online.fliphtml5.com/knoyg/qwxo/

Ablauf:
0:00 Impressionen der Kirche & akustische Orgelpräsentation
4:25 Audio des Uhrschlags
4:43 Einzelläuten der Lukasglocke
6:47 Einzelläuten der Matthäusglocke
10:43 Einzelläuten der Johannesglocke
13:15 Einzelläuten der Markusglocke
16:59 Vollgeläute

Ein herzliches Dankeschön geht an Pastor Dr. Till Jansen für die Ermöglichung der Aufnahme!
Hiermit wünsche ich allen einen guten Rutsch in das Jahr 2026!

Der Kasseler Stadtteil Südstadt, der aus dem ehemaligen Frankfurter-Tor-Viertel hervorging, zählte anfangs zum Gemeindegebiet der Karlskirche. 1933 erfolgte dann die Gründung der Südstadtgemeinde, noch anfangs mit der Johanneskirche als Gemeindekirche. Bereits 1936 zeichnete sich ab, dass diese zu klein wurde und man erwarb einen Bauplatz für eine neue Kirche im Gebiet der Gartenstadt Auefeld, einer Wohnsiedlung mit viel Grünflächen und mehrheitlicher Einfamilien- und Reihenhausbebabbung, auf deren Gelände ursprünglich die Errichtung der Belgier-Siedlung vorgesehen war. Durch den kurz darauf ausgebrochenen 2. Wk. wurden die Baupläne vorerst gestoppt. Als nach Kriegsende die Bevölkerungsanzahl rasch anstieg, wurde der geplante Kirchenneubau dann auch notwendig. Anschließend errichtete man 1957/60 die Markuskirche nach Plänen von Diez Brandi. Der kubische und leicht nach Südosten ausgerichtete Sakralbau mit daran anschließenden Gemeinderäumlichkeiten besteht aus Beton und ist mit Sandsteinplatten verblendet und soll insgesamt einen orientalischen sowie monumentalen Eindruck erzeugen. Letzterer wird durch den nördlich der Kirche angelegten Brückner-Kühner-Platz verstärkt. Dominiert wird die Gartenstadt Auenfeld vor allem von dem nordwestlich angelegten Turm der Kirche mit einer Höhe von 46 m. Seine oberen Geschosse sind, wie das Chorfenster, gerastert ausgeführt. Der eigentliche Gottesdienstraum befindet sich im 1. Stockwerk der Kirche. Da die Johanneskirche mehrheitlich von der Markuskirche als zentraler Veranstaltungsort der Südstadtgemeinde abgelöst wurde, hat man letztere entwidmet und zum Südstadtzentrum umfunktioniert. Die Markuskirche wurde vermehrt umgebaut und beherbergt heutzutage u. A. einen Aufzug im Turm, der einen barrierefreien Zugang zum Gottesdienstraum ermöglicht.
Altar, Ambo, Taufbecken und Kronleuchter wurden 1995 von Iris Hollstein geschaffen. Von ihr stammt auch das Gemälde aus Öl, das einen imaginären Raum zur Anleitung für eigene Gefühle, Gedanken und Interpretationen schaffen soll.
Alle vier Fenster der Kirche stammen von Hans Gottfried von Stockhausen. Sie sind von innen mit Strahlern versehen, sodass durch die Fenster und weitere den Turm anstrahlende Leuchteinheiten eindrucksvolle Illuminationen der Kirche während des Abends und der Nacht möglich sind.
Die 1962 geschaffene Orgel ist ein Werk der Firma Werner Bosch Orgelbau. Sie verfügt über 32 Register auf drei Manualen und Pedal.
Das aus vier Stahlglocken bestehende Geläut wurde 1959 vom Bochumer Verein geschaffen und in V7-Rippe gegossen. Benannt sind die Glocken nach den vier Evangelisten und auch ihre Inschriften beziehen sich auf die Evangelien nach ihnen. Für die Anschaffung sammelte die KG etwa 29.000 DM durch Stiftungen zusammen, wobei die Lukasglocke vom Bochumer Verein selber gestiftet wurde. Sie und die Johannesglocke sind überdies Duroktavglocken. Die Markusglocke ist, nach der Christusglocke, bzw. der Osanna der Martinskirche die zweitgrößte Glocke im Gebiet der Stadt Kassel.

Quellen:
- "Die Markuskirche zu Kassel" (1960) von Martin Kriebel
- Website der KG
- Website des Kirchenkreises Kassel
- Südstadtzentrum
- KM Architekten
Bild: Ton & Video:
- Prianteltix
- Wikimedia Commons (Alte Ansicht der Gartenstadt Auenfeld)
Musik, eingespielt von Oliver Vogeltanz an der Orgel der Kirche:
- Improvisation

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