Beschreibung der Videos
Die erste Kirche in Groß-Buchholz war die St. Antonius-Kapelle, welche zuerst zur Jakobikirche in Kirchrode gehörte. Seit 1359 gehörte sie dann zu St. Nicolai in Bothfeld. Erst fast 600 Jahre später plante man dann, eine eigenständige Gemeinde aufzubauen. Bis zur Weihe der Matthiaskirche am 14. März 1964 feierte die Gemeinde im Speisesaal des Flüchtlingslagers an der heutigen Milanstraße ihre Gottesdienste. Interessant ist hierbei, dass der Turm vor dem Kirchenschiff stand und somit die Gottesdienste im Pfarrhaus vor Fertigstellung der Kirche beläutet werden konnten.
Das Geläut der Kirche besteht aus zwei verschiedenen Geläuten. Die sechs großen Glocken sind bilden das Ursprungsgeläut der Kirche, auch schlicht und einfach Matthiasglocken genannt. Sie wurden in einer sehr interessanten und seltenen Disposition geschaffen, die man so nur selten findet. Ebenfalls interessant sind die leichten Rippen der Glocken, die den Gesamtklang jedoch in keinster weise beeinträchtigen. Den zweiten Teil des Geläutes bilden die drei Glocken der ehemaligen Messiaskirche. Die Glocken wurden als Klangkrone geplant, jedoch wurde das Geläut nie erweitert. Die Kirche wurde jedoch geschlossen, und man beschloss, die Glocken als Zimbelglocken mit in das Matthiasgeläut zu integrieren. So bestand das Geläut von nun an aus den sechs großen Matthiasglocken und den drei kleinen Messiasglocken. Eine weitere Glocke aus der Antoniuskapelle hing auf dem Gemeindehaus der Kirche. Als dieses jedoch neu gemacht wurde, hing man die Glocke ab und stellte sie in den Eingangsraum der Kirche. Diese übernahm bis dahin das Läuten zum Vater Unser. Das Hauptgeläut hat eine wahnsinnige Klanggewalt wozu auch die sehr ordentlichen Läutewinkel beitragen. Die Messiasglocken runden das Geläut sehr angenehm nach oben ab. Leider läuten diese seit geraumer Zeit nicht mehr, da sie den Turm zu sehr aufschaukeln. Eine Lösung ist jedoch in Arbeit.
Ablauf:
Glocke 9: 0:11
Glocke 8: 1:33
Glocke 7: 2:52
Glocke 6: 4:15
Glocke 5: 5:58
Glocke 4: 7:58
Glocke 3: 10:11
Glocke 2: 12:48
Glocke 1: 15:45
Teilgeläut 7-9 (Messiasglocken): 19:42
Teilgeläut 1-6 (Matthiasglocken): 23:57
Vollgeläut: 32:19
Glockendaten:
Glocke 1: Christus
Ton: c' +1
Durchmesser: 1.480 mm
Gewicht: 1.683 kg
Gießer: Karlsruher Glockengießerei
Gussjahr: 1961
Glocke 2: Dank
f' +2
1.160 mm
882 kg
Karlsruher Glockengießerei
1961
Glocke 3: Hoffnung
g' +1
1.020 mm
621 kg
Karlsruher Glockengießerei
1961
Glocke 4: Liebe
as' +3
960 mm
500 kg
Karlsruher Glockengießerei
1961
Glocke 5: Glaube
b' +2
870 mm
411 kg
Karlsruher Glockengießerei
1961
Glocke 6: Gnade
c''+2
770 mm
278 kg
Karlsruher Glockengießerei
1961
Glocke 7: Maria
es''' +4
390 mm
47 kg
Rincker / Sinn
1967
Glocke 8: Magnificat
f''' +4
340 mm
33 kg
Rincker / Sinn
1967
Glocke 9: Maria
g''' +4
310 mm
25 kg
Rincker / Sinn
1967
Motiv: Eigenständig
Vielen Dank an die Gemeinde für die Ermöglichung der Aufnahme und an Jonas und Jens für den tollen Tag!
Aufnahmedatum: 29.07.2021 (Sonderläuten)
Es läuten die fünf Glocken der Pfarrkirche zu Schellenberg im Fürstentum Liechtenstein an einem Samstagabend den Sonntag ein.
Stimmung: B° des' es' f' as'
Giesser: Karl Czudnochowsky, Erding
Gussjahr: 1961
Im nach Art eines Campanile frei stehenden, runden und flach gedeckten Kirchturm hängt ein Geläut von fünf Glocken, die 1961 von der Erdinger Glockengießerei Czudnochowsky gegossen wurden. Die gute Turmakustik begünstigt die Klangentfaltung des Geläuts und macht es draussen zu einem absoluten Hörgenuss.
In den Jahren 1855 und 1856 wurde eine erste Kirche nach Plänen von Ferdinand Malang erbaut. Der Bau wurde gänzlich aus privaten Mitteln abgewickelt. Das Gotteshaus wurde 1858 geweiht und 1865 an die Gemeinde übergeben. Ab 1858 wurde in unmittelbarer Nachbarschaft der Kirche das Kloster Schellenberg errichtet. Nach einer Umgestaltung wurde die Kirche 1873 dem Unbefleckten Herzen Mariä geweiht.[1] 1874 wurde Schellenberg, das bisher zur Pfarrei Bendern gehörte, eine von dieser abhängige Kuratie und 1881 eine eigenständige Pfarrei. Die ursprüngliche Kirche wurde 1972 abgebrochen, weil sie zu klein wurde und baufällig war.
In den Jahren 1960 bis 1963 wurde die neue Kirche am heutigen Standort nach Plänen des Architekten Eduard Ladner (1929–2023) errichtet. Es handelt sich um den ersten Kirchenbau der Moderne in Liechtenstein. Der Entwurf für den Bau wurde im ersten internationalen Architekturwettbewerb in Liechtenstein mit dem Ersten Preis bedacht. Dieser Kirchenbau gilt laut W. Walch »als Markstein der modernen liechtensteinischen Architektur«. Seit 1992 steht die Schellenberger Kirche unter Denkmalschutz.
Daten zu den Glocken:
Glocke 1
Name: Hl. Dreifaltigkeit
Ton: B°
Gewicht: 2'813 Kg
Inschrift: Heiligste Dreifaltigkeit, ein einiger Gott
Glocke 2
Name: Hl. Herz Jesu
Ton: des'
Gewicht: 1'632 Kg
Inschrift: Herz Jesu, Feuerherd der Liebe, erbarme dich unser
Glocke 3:
Name: Unbeflecktes Herz Mariä
Ton: es'
Gewicht: 1'157 Kg
Inschrift: Unbeflecktes Herz Mariä, sei unsere Rettung
Glocke 4
Name: Hl. Josef
Ton: f'
Gewicht: 842 Kg
Inschrift: Heiliger Josef, Patron der Kirche, bitte für uns
Glocke 5
Name: Hl. Kaspar
Ton: as'
Gewicht: 572 Kg
Inschrift: Heiliger Kaspar, bitte für uns Sünder. Amen
Ein herzliches Dankeschön spreche ich hiermit dem Mesmer von Schellenberg für das Öffnen des Turmes aus!
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