Beschreibung der Videos

Es läuten die fünf Glocken der Reformierten Kirche in Leimbach, einem Ortsteil der Stadt Zürich.

Stimmung: A° c' e' g' a'
Giesser: H. Rüetschi AG, Aarau
Gussjahr: 1970

Aus dem Betonturm der Reformierten Kirche in Leimbach erklingt ein mächtiges und zugleich sehr feierliches Geläut. Das fünfstimmige Geläut der heutigen Kirche Leimbach stammt von der Glockengiesserei H. Rüetschi und wurde am 19. Juni 1971 in den Turm aufgezogen. Die Glocke der neugotischen Vorgängerkirche befindet sich auf einem niederen Betonsockel im Hofumgang. Sie stammte ursprünglich aus dem Engemer Bethaus und war vom Glockengiesser Jakob Keller im Jahr 1888 auf den Ton f umgegossen worden, nachdem die ursprüngliche c-Glocke von 1845 gesprungen war. Die im Hofumgang aufgestellte Glocke trägt die Inschrift Glaube - Liebe - Hoffnung. Die älteste Leimbacher Glocke stammt aus dem Jahr 1573. Sie war 1787 in das erste Leimbacher Bethaus gekommen und befindet sich heute im Landesmuseum Zürich.
Weil im Turm nur wenig Platz vorhanden ist, musste die grosse Glocke leicht gekröpft aufgehängt werden, damit sie genug Platz zum schwingen hat. Trotzdem entfaltet sie beim Läuten ihren tiefen, tragenden Ton und bildet die Grundlage für das ganze Geläut.

Die Kirche ist Teil eines Kirchgemeindezentrums mit annähernd rechteckigem Grundriss. Die unteren Stockwerke enthalten Büros, Gemeinderäume und einen begrünten Innenhof. Durch ein Tor unter dem Uhr- und Glockenturm gelangt man auf einen erhöht gelegenen Vorplatz, von dem aus weitere Räumlichkeiten sowie der Kirchenraum zu betreten sind. Der Sichtbetonkubus der Kirche liegt gegenüber dem Glockenturm am entgegengesetzten Ende des Vorplatzes.

Ein herzliches Dankeschön gilt hiermit der Betriebsleitung vom Kirchenkreis zwei für die ausführliche Ermöglichung der Aufnahmen!


In diesem Video wird das Geläut der evangelischen. Stadtkirche St. Trinitatis in Wasungen präsentiert.

Töne: f' a' cis"

Ablauf:
1. 0:00-12:10 Impressionen der Kirche mit Teilmotiven
2. 12:10-15:15 Glocke 3 (cis")
3. 15:15-17:59 Glocke 2 (a')
4. 17:59-21:18 Glocke 1 (f')
5. 21:18-22:39 Vollgeläut (Turmaufnahme)
6. 22:39-28:24 Vollgeläut (Außenaufnahmen) mit Impressionen der Glocken- und Türmerstube
7. 28:24-30:22 Vollgeläut (Turmaufnahme)

Wasungen ist mit rund 5.300 Einwohnern eine Stadt im Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen, Deutschland. Hoch über der Altstadt ragt die evangelisch-lutherische Stadtkirche St. Trinitatis empor und prägt das Wasunger Stadtbild.
Eine erste Kirche an der Stelle der heutigen Stadtkirche wurde um 1230 errichtet. Von diesem ersten Kirchenbau stammt der untere Teil des Turm mit der heutigen Taufkapelle (ab 9.30 Minuten zu sehen). Die heutige Taufkapelle war der ehemalige Chor dieser Kirche. Dieser im Vergleich zur heutigen Stadtkirche wesentlich kleinere Bau löste die noch heute erhaltene Wasunger Friedhofskirche St. Petri als Pfarrkirche ab, welche um das Jahr 1000 errichtet wurde.
Nach dem 1543 in Wasungen die Reformation eingeführt wurde und ein großer Bedarf nach einer größeren Kirche bestand, wurde zwischen 1584 und 1596 die heutige Kirche errichtet. Der Chor wurde um 1600 angebaut. Aufgrund der exponierten Lage am Hang über der Stadt musste die Kirche nach Südosten ausgerichtet werden (anstatt der üblichen Ausrichtung nach Osten).
Nach dem Turmbrand 1668 wurde 1708 der Turm um den achteckigen Aufsatz und die heutige Turmhauben erweitert.
1906 wurde die Kirche umgebaut. Im Zuge dieser Arbeiten wurde die Orgelempore im Chorraum abgerissen und die Orgel umgesetzt. Auch die Bleiglasfenster stammen aus dieser Zeit.
Zur Ausstattung der Kirche geöhrt neben dem Altar unter anderem die Kanzel, die beiden Taufsteine und die Orgel aus dem Jahr 1961, welche die historischen Vorgängerorgeln ersetzt.

Im Turm der Kirche befinden sich heute insgesamt vier Glocken, wovon drei das Geläut bilden. Diese drei Eisenhartgussglocken wurden 1919 von der Firma Schilling & Lattermann in Apolda/Morgenröthe-Rautenkranz gegossen.
Über das Geläut der Stadtkirche bis 1630 ist leider bis auf den Guss einer Glocke im Jahr 1486 nichts bekannt. Im Jahr 1631 wurde von den beiden lothringischen Wandergießern Francois Racle und Claude Voillo ein neues vierstimmiges Geläut gegossen. Während die drei größeren Glocken den Turmbrand 1668 überstanden, wurde die kleinste Glocke, welche in der Turmlaterne hing, beschädigt und vermutlich ausgetauscht.
Im Jahr 1840 sprang die drittgrößte Glocke und wurde 1841 durch eine Glocke von Jacob Bittorf aus Seligenthal ersetzt. Nach einem 24-stündigen Probeläuten wurde sie schließlich in Dienst gestellt. Die Tonfolge lautete vermutlich f' b' d".
Wie so viele Glocken mussten auch die Wasunger Glocken im Ersten Weltkrieg abgegeben werden. Nachdem zuerst Glocke 3 aus dem Jahr 1841 abgeliefert werden sollte, mussten trotz des historischen Wertes und der Einordnung in die Gruppe B am Ende auch die größte Glocke (Glocke 1) und die kleinste Glocke aus der Turmlaterne (Glocke 4) abgegeben werden. Nur Glocke 2 von 1631 durfte als Läuteglocke auf dem Turm verbleiben.
Als 1919 das neues Eisenhartgussgeläut für die Stadtkirche gegossen wurde, gab man die verbliebene historische Glocke der lothringischen Wandergießern in Zahlung, womit die letzte Glocke des historischen Geläutes verschwand.
Seid dem besteht das Geläut der Stadtkirche aus den heutigen drei Eisenhartgussglocken (f' a' c"/cis") und der kleinen Eisenglocke (c"), welche als Schlagglocke in der Turmlaterne hängt. Der Uhrschlag erfolgt auf der kleinen Schlagglocke und Glocke 3.

Daten der Glocken: Ton, Gussjahr, Gießer, Gewicht, Durchmesser

Gl.1 f'±0 1919 Schilling & Lattermann 1287kg 1462mm
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Gl.2 a'-6 1919 Schilling & Lattermann 632kg 1140mm
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Gl.3 cis"-7 1919 Schilling & Lattermann 371kg 958mm
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Gl.I c"'+4 1918 J.F. Weule (Bockenem (Harz)) 67kg 503mm
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Inschriften der Glocken:

Glocke 1: "1919"

Glocke 2: "1919"

Glocke 3: "1919"

Vielen Dank an alle Beteiligten für die Ermöglichung der Aufnahme!

Quellen: eigene Fotos und Videos, Wasunger Geschichtsblätter Nr.33 "Die Wasunger Stadtkirche", Wikipedia

Aufnahme: 15. Juni 2025 und 07. September 2025

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