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Zum Schweizerischen Nationalfeiertag auch ein schönes Schweizerisches Geläute.
Ursprünglich stand die alte Kirche St. Michael rund 200m oberhalb der heutigen Kirche auf dem Gelände des Friedhofs neben dem Beinhaus. Man nimmt an, dass dieser Standort bereits seit über 1000 Jahren mit einer Kirche bebaut war. Von 1360-1363 wurde diese Kirche neu gebaut, brannte jedoch 1457 wieder ab. Auf den Grundrissen der alten Kirche wurde nun die letzte Kirche an diesem Standort gebaut. Der Käsbissenturm kam 1521 dazu, zu einem Geläute ist leider nichts überliefert. 1892 wurde schliesslich ein deutlich grösserer Neubau am heutigen Standort beschlossen, wonach die bestehende Kirche mit 760(!) Plätzen nun zu klein wäre. Von vorneherein war wohl klar, dass man die alte Kirche aus praktischen Gründen nicht beibehalten wollte. Es entspann sich jedoch noch ein Streit über einen möglichen Beibehalt des alten Turmes als Wahrzeichen. Jedoch fiel der am Ende der Entscheid zu Ungunsten desselbigen. Aus dem Abbruchmaterial wurde ein Grossteil für den nun folgenden Neubau verwendet. 1902 konnte die neue Pfarrkirche schliesslich geweiht werden. Auch erhielt der Turm ein neues Geläute auf b°.
Mir wurde noch mündlich zugetragen, dass die Kirche so gebaut wurde, dass man einen 2. Turm hätte ergänzen können. Dies, weil sich Zug zu dieser Zeit die Hoffnung machte, den Bischofssitz von Solothurn übernehmen zu können. Möglicherweise wegen des vorangehenden Kulturkampfes, in dessen Zeit 1873 der Bischof des Bistums Basel abgesetzt wurde und erst 1885 wieder ein neuer Bischof eingesetzt wurde. Wie wir heute wissen, ist dies nicht passiert und so blieb es bei einem Turm. Jedoch hätte ein 2. Turm mit einer hypothetischen ges° auch seinen Reiz gehabt. Dazu konnte ich allerdings keine Belege finden. Zumindest aber die Stimmung des Geläutes könnte darauf hindeuten, dass man so etwas wohl im Hinterkopf behielt.
Daten zum Geläute
Disposition: b° des' es' ges' b'
Gussjahr: 1902 von Rüetschi
Ein herzlicher Dank geht an den Sakristan für das Öffnen des Turmes.
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Nachdem Bad Homburg seit 1527 evangelisch war, wurden erst ab 1812 wieder vereinzelt katholische Gottesdienste abgehalten. Die Gemeinde wuchs über die Zeit stetig an und 1863 wurde der Bauplatz für eine eigene Kirche erworben. Durch den Kulturkampf wurde jedoch erst 1892 mit dem Bau begonnen, welcher 1895 abgeschlossen werden konnte. 1894 wurde das noch heute bestehende Geläute gegossen. Glocke 4 musste man 1949 ersetzen, da sie im 2. Weltkrieg vernichtet wurde. Ein toller historischer Bestand aus sehr klangvollen Glocken, insbesondere die grosse Glocke fundamentiert das Geläute hervorragend. Zusätzlich befindet sich im Vierungsturm ein kleines zweistimmiges Geläute, welches ursprünglich aus einer anderen Kirche stammt.
Daten zum Geläute:
Disposition: b° d' f' g' a' b'
Gussjahre: Glocke 1-3+5+6 1894 von Petit & Edelbrock, Glocke 4 1948 von Petit & Edelbrock
Gewichte:
Maria vom Heiligsten Herzen Jesu: 3'717 kg
Maria coronata: 1'725 kg
Maria assumpta: 965 kg
Maria dolorosa: 663 kg
Maria annuntiata: 502 kg
Maria immaculata: 412 kg
Ein herzlicher Dank geht an den freundlichen Pfarrer für das ermöglichen der Aufnahme und das Sondergeläute.
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