Beschreibung der Videos

Es läuten die 4 Glocken der Neuen Pfarrkirche zum Hl. Kreuz aus Kiefersfelden im oberbayerischen Landkreis Rosenheim im Bundesland Bayern.

Stimmung:

H° dis' fis' gis'

Gießer:

Gl. 1-3 Glockengießerei Karl Czudnochowsky, Erding (1950)
Gl. 4 Glockengießerei Franz Schilling, Apolda (1924)

Die Gemeinde Kiefersfelden (kurz Kiefer genannt) liegt im bayerischen Teil des Unterinntals auf einer Seehöhe von 484 m ü. NHN.
Direkt südlich von Kiefersfelden liegt die Stadt Kufstein, getrennt durch den Inn, der hier die Grenze zu Tirol bzw. Österreich bildet.

Die Pfarrkirche Hl. Kreuz in Kiefersfelden wurde von Pfarrer Gierl wegen der Platznot in der alten Kirche am Buchberg geplant. Die Grundsteinlegung für die Kirche war am 10. Juli 1904, die Einweihung der Kirche war am 5. Mai 1907.

Der Architekt Johann Baptist Schott entwarf die Baupläne im neubarocken Stil.

Für die Ausstattung der Kirche sorgte das in Kiefersfelden ansässige Marmorwerk mit einem prächtigen Altar und später mit den beiden Seitenaltären.

Der Marmoraltar wurde 1905 bei der Ausstellung in Nürnberg mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.
Deckenfresken von Waldemar Kolmsperger 1926 (Triumph des Kreuzes mit zeitgenössischen Personen, Vision Kaiser Konstantins, Kreuzauffindung durch Helena).
Am Hochaltar Darstellung der Kreuzauffindung durch Kaiser Heraklius (Ursprung des alten Patroziniums am 3. Mai) von Hugo Huber.

Zwei Weltkriege und Notzeiten bewirkten, dass die Innenausstattung der Kirche erst 1946 mit der Fertigstellung der Seitenaltäre durch die Marmorindustrie Kiefer AG endgültig ihr heutiges Aussehen gewann.

Im Mai 2007 konnte das hundertjährige Jubiläum der Kirchweihe gefeiert werden.

Quelle: (https://www2.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/pv-oberes-inntal/Pfarrei_Kiefersfelden/Kirchen-Kapellen/HL-Kreuz)

Danken möchte ich hiermit dem freundlichen Mesner von Kiefersfelden!


Bereits 1594 wurde eine Kirche in Herrischried geweiht. Diese brannte jedoch 1828 ab. Die neue Kirche wurde vom im Ort wohnhaften Schreiner Bernhard Eckert 1829 ausgeführt. Es war zu dieser Zeit nur ein Turm. Aus dieser Zeit ist noch heute die kleinste Glocke des neuen Geläuts erhalten, denn 1849 brannte die Kirche abermals ab, wobei der Turm mit der Glocke stehen blieb.
Von 1850 bis 1853 wurde die Kirche neu aufgebaut, dem noch bestehenden Turm ein zweiter zur Seite gestellt, dieser blieb bis heute ohne Glocken. Nach Verlusten in beiden Kriegen wurde 1949 ein Eisenhartgussgeläut in den Turm gehängt.
Durch Schäden an den Glocken beschloss man 2016, ein neues Geläute anzuschaffen, wobei die historische Glocke beibehalten werden soll. 2 Jahre später wurden die 3 neuen Glocken schliesslich in der Giesserei Bachert gegossen. Insgeheim besteht auch der Wunsch nach einer 5. grossen Glocke im Ton b°, welche in den nach wie vor leer stehenden anderen Turm gehängt werden könnte.

Sämtliche Tonangaben a' = 435Hz in 1/16-Halbtönen

Daten zum Geläute:

Disposition: des' f' as' b'

Glocke 1
St. Zeno-Glocke
Ton: des′ -4
Gewicht: ca. 2'200 kg
Durchmesser: ca. 1'510 mm
Gussjahr: 2018 von Bachert, Neunkirchen

Glocke 2
Josefsglocke
Ton: f′ -9
Gewicht: ca. 1'000 kg
Durchmesser: ca. 1'190 mm
Gussjahr: 2018 von Bachert, Neunkirchen

Glocke 3
Kinderglocke
Ton: as′ -6
Gewicht: ca. 600 kg
Durchmesser: ca. 1'000 mm
Gussjahr: 2018 von Bachert, Neunkirchen

Glocke 4
Ton: b′ -7
Gewicht: 440 kg
Durchmesser: 860 mm
Gussjahr: 1829 von Gebrüder Bayer, Freiburg

Ein herzlicher Dank geht an den Pfarrer für die Erlaubnis der Aufnahme und dem Mesner für das Öffnen des Turmes und das schöne Läuten der Glocken.

00:00 Bilderstrecke
01:14 Vollgeläute

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