Beschreibung der Videos
Seit Ostern 2017 erklingt im Turm der katholischen Pfarrkirche St. Maria Magdalena zu Gernsheim eine weitere sechste Glocke, die 2017 aus dem Lagerbestand der ehemaligen Glockengießerei in der Abtei Maria Laach erworben werden konnte.
Der zuständige Glockensachverständige des Bistums Mainz bescheinigt der "neuen" historischen Glocke, welche von Monet/Lyon 1898 gegossen wurde "einen weichen Anschlag und ein sehr schönes Timbre". Gegenüber den etwas groben bayrischen Glocken, die 1950/1951 in der Gießerei Karl Czudnochovsky, Erding gegossen wurden, besitzt sie nach dessen Einschätzung "die Eleganz des 19. Jahrhunderts" mit provencalischem Einschlag.
Das bislang fünfstimmige Geläute ist das einzige Geläute dieser Gießerei im Bistum Mainz. Alle Glocken sind in Bronze hergestellt.
Die Disposition des Geläutes stellt sich nun wie folgt dar:
1. Dreifaltigkeitsglocke, Ton b° (3250 kg) Dm. 1760 mm (1950 gegossen für die Erzabtei St. Ottilien in Bayern, aber wegen Umdisponierung verkauft)
2. Christkönigsglocke, Ton d' (1450 kg) Dm. 1350 mm (Vorratsglocke, 1951 gegossen für eine Ausstellung, deshalb besonders verziert)
3. Magdalenenglocke, Ton f' (900 kg) Dm. 1160 mm, (1951 für die Gernsheimer Kirche gegossen)
4. Muttergottesglocke, Ton g' (600 kg) Dm. 1020 mm (1950 als Vorratsglocke für eine Ausstellung gegossen)
5. Kreuzglocke, Ton a' (400 kg) Dm. 900 mm (1950, Vorratsglocke der Gießerei)
6. Herz-Jesu-Glocke, Ton c'' (244 kg) Dm. 755 mm, (1898 von Monet/Lyon für Avignon gegossen)
Es läuten die 5 Glocken der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt aus Oberaudorf im oberbayerischen Landkreis Rosenheim im Bundesland Bayern.
Stimmung:
cis' e' fis' a' h'
Gießer: Glockengießerei Karl Czudnochowsky, Erding (1949)
Die Gemeinde Oberaudorf liegt im bayerischen Teil des Unterinntals auf einer Seehöhe von 479 m ü. NHN, ca. 3 km nördlich von Kiefersfelden.
Die gotische Saalkirche wurde im Kern im 15. Jahrhundert erbaut und 1664 sowie 1758 barock umgestaltet. Sie besteht aus dem Langhaus zu vier Jochen, dem eingezogenen, außen dreiseitig, innen halbrund geschlossenen Chor im Osten, der Sakristei mit einem Oratorium im Obergeschoss an der Nordwand und dem Chorflankenturm an der Südwand und des Chors, dessen untere Geschosse vom Vorgängerbau aus dem 14. Jahrhundert stammen. Er wurde 1746 nach einem Entwurf von Abraham Millauer aufgestockt, um den Glockenstuhl und die Turmuhr unterzubringen, und mit einer Zwiebelhaube bedeckt, die von einer Laterne gekrönt wird. Sie wurde 1833 nach einem Brand rekonstruiert.
Der Innenraum des Langhauses ist mit einem Stichkappengewölbe überspannt, der des Chors mit einem Tonnengewölbe. Die Deckenmalerei hat 1924 Anton Niedermaier ausgeführt.
Der Hochaltar wurde 1729 aufgestellt. Er wird von den Skulpturen des Josef von Nazaret und des heiligen Joachim flankiert. Zentrales Bild des Altars ist eine Statue der thronenden Gottesmutter Maria mit dem Jesuskind in einem Strahlenkranz unter einem goldenen Baldachin. Als Himmelskönigin trägt Maria Krone und Zepter und zu ihren Füßen steht links und rechts ein Engel mit Weihrauchfass. Kleine Engel schweben über und neben ihrem Kopf. Über dem Baldachin ist der Heilige Geist in Gestalt der Taube dargestellt.
Die zweimanualige Orgel mit 24 Register fertigte 2001 Thomas Jann.
Quelle: (https://de.wikipedia.org/wiki/Mari%C3%A4_Himmelfahrt_(Oberaudorf)
Danke sagen möchte ich hiermit dem netten Mesner von Oberaudorf!
Tags
Mehrere Videos parallel von Quintade8, Oberlandglocke mit
Glocken, Glocke, Geläute, Plenum, bells, bell, cloches, cloche, glocken,