Beschreibung der Videos

Es läuten die vier #Glocken der kath. Pfarrkirche Hl. Kreuz zu Hüttlingen in Württemberg.

Die Hüttlinger Pfarrkirche, im Jahr 1501 als Wehrkirche oberhalb einer alten Straßenkreuzung errichtet, ist heute das Wahrzeichen der Gemeinde nahe Aalen. Das alte Kirchenschiff aus dem Jahr 1739 wurde beim Neubau der Kirche 1923 mit integriert. Im alten Teil der Kirche sind die Bankreihen mittels hydraulischer Vorrichtung, je nachdem an welchem Altar zelebriert wird, drehbar - einmalig in Deutschland.
Heute werden hier ein Kreuzpartikel und die Gebeine des Hl. Märtyrers Generosus aufbewahrt und von den Gläubigen verehrt.

Im Jahr 1931 musste aus statischen Gründen der gesamte Glockenstuhl ausgetauscht werden. Dies wurde zum Anlass genommen, die (alten) Hüttlinger Glocken genau zu untersuchen. Den Aufzeichnungen zu Folge handelte es sich dabei um die große Osanna (gegossen 1506 von Bernhard Lachmann in Heilbronn), der Fuggerglocke, die 1772 Johann Ernst Lösch in Crailsheim gegossen wurde und das kleine Evangelistenglöckchen aus dem 13. Jahrhundert. All diese Glocke wurden im Ersten Weltkrieg wegen ihres historischen und künstlerischen Wertes verschont. Lediglich die Generosusglocke von 1896 wurde 1917 eingeschmolzen. Ihre Inschrift verdeutlichte die Verehrung des Ortspatrones: Sankt Generosus, du tapferer Held, ein Beispiel für die ganze Welt, bewahre uns vor jeder Not, vor Mißwuchs, Krankheit, jähem Tod.
Im Kaiserreich noch verschont, wurden die drei verbliebenen Glocken von den Nationalsozialisten 1942 abgenommen und schließlich für Rüstungszwecke eingeschmolzen. Nach großzügigen Spenden der Pfarrkinder konnten schon 1949 vier neue Glocken bei der Gießerei B. Grüninger und Söhne in Neu-Ulm in Auftrag gegeben werden, die am Palmsonntag es Folgejahres feierlich geweiht wurden.

--
e'-g'-a'-c''

Glocke 1
Christus König
Ton: e'
Gewicht: 1150 kg
Durchmesser: 122 cm
Gießerei: Grüninger, Neu-Ulm
Gussjahr 1950
Inschrift: CHRISTUM REGEM CRUCIFIXUM VENITE ADOREMUS

Glocke 2
Hl. Maria
Ton: g'
Gewicht: 680 kg
Durchmesser: 102 cm
Gießerei: Grüninger, Neu-Ulm
Gussjahr 1950
Inschrift: AVE MARIA STELLA MARIS, DEI MATER ALMA

Glocke 3
Hl. Generosus
Ton: a'
Gewicht: 450 kg
Durchmesser: 90,5 cm
Gießerei: Grüninger, Neu-Ulm
Gussjahr 1950
Inschrift: SANCTI GENEROSI MARTYRIS INTERCESSI GLORIOSA NOS PROTEGAT

Glocke 4
Hl. Michael
Ton: c''
Gewicht: 300 kg
Durchmesser: 78 cm
Gießerei: Grüninger, Neu-Ulm
Gussjahr 1950
Inschrift: SIGNIFER SANCTUR MICHAEL REPRAESENTET EAS IN LUCEM SANCTAM

----------------
Für die Ermöglichung der Aufnahme sei Margret Schmid herzlich gedankt.

--
00:00 Führung durch die Kirche
02:25 Glocke IV
03:45 Glocke III
05:10 Glocke II
06:55 Glocke I
08:50 Plenum
14:30 drehbare Kirchenbänke


#glocken #steiermark #stanna #aigen

Es sind die vier Glocken der Pfarrkirche zur hl. Anna aus St. Anna am Aigen in der Südoststeiermark zu sehen und zu hören.

Programm:
00:00 Stundenschlag
01:15 Glocke 4
02:15 Glocke 3
03:18 Glocke 2
04:37 Glocke 1
06:20 Vollgeläute

Die Gemeinde St. Anna am Aigen (slowenisch Sveta Ana na Igu) liegt an den Ausläufern des südoststeirischen Hügellandes an der Grenze zum Übermurgebiet (Prekmurje) in Slowenien. Im Ortskern erhebt sich über den Weinreben die dem Ort namensgebende Pfarrkirche zur hl. Anna. An der Stelle der heutigen Kirche stand ursprünglich eine kleine Annakapelle, die 1545 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Diese Kapelle wurde 1706 bei den Kuruzzeneinfällen schwer beschädigt, woraufhin die Bevölkerung den bereits geplanten Neubau einer größeren Kirche verwirklichte. Der Neubau wurde 1712 vollendet und am 21. April 1717 feierlich geweiht. Im Zuge der josephinischen Reformen wurde die Kirche 1788 zur eigenständigen Pfarrkirche erhoben. Die Kirche ist ein nach Süden ausgerichteter Barockbau. Sie besitzt ein dreischiffiges, vierjochiges Langhaus mit Kreuzgratgewölben und Gurten auf Pfeilern. Die niedrigeren Seitenschiffe verfügen über offene Emporen; das westliche Seitenschiff ist etwas schmäler und kürzer. Der einjochige Chor schließt halbrund ab, östlich ist die Sakristei angebaut. Das Bauwerk steht innerhalb einer teilweise erhaltenen alten Ummauerung. Die Ausstattung stammt überwiegend aus der Zeit um 1780 und wird der Werkstatt des berühmten steirischen Barockbildhauers Veit Königer zugeschrieben. Der Hochaltar zeigt die Figurengruppe „Anna lehrt Maria lesen“ in einer Baldachinnische und zählt zu den wichtigsten Kunstwerken der Kirche. Die Seitenaltäre tragen reich gerahmte Bilder der Heiligen Augustinus und Ulrich; am rechten Seitenaltar befindet sich zudem eine Statuette der Maria Immaculata. Zur weiteren Ausstattung gehören eine Kanzel mit farbig gefassten Evangelistenreliefs, ein Taufbeckengehäuse mit der Figurengruppe der Taufe Christi sowie ein Dreifaltigkeitsbild in einem barocken Laub- und Bandelwerkrahmen. Die farbigen Glasfenster wurden um 1907 von der Grazer Firma Ferdinand Koller geschaffen. 2007 wurde die Orgel durch die schweizer Orgelbaufirma Mathis erneuert.
Der im Norden an das Kirchenschiff vorgestellte quadratische Turm ist etwa 37 Meter hoch und trägt ein Pyramidendach. In der Glockenstube befindet sich ein großer, dreifächiger Holzglockenstuhl, der schon früher mind. drei bis vier Glocken trug. Vom Vorkriegsgeläute hat sich heute noch die größte und klangschönste Glocke von St. Anna erhalten, gegossen durch Franz Anton Pigneth in Graz im Jahre 1716. In der Zwischenkriegszeit wurden drei neue Glocken durch den Grazer Glockengießer Ernest Szabó gegossen. Von ihnen mussten zwei abgetreten werden, die kleinste Glocke, sowie die schon damals unter Denkmalschutz gestandene Pigneth-Glocke durften am Turm bleiben. Erst 1955 konnten durch Spenden zwei neue Glocken für St. Anna gegossen werden, die die Lücke zwischen den beiden historischen Glocken schließen sollten. Gegossen wurden diese bei der Firma Grassmayr in Innsbruck. Die erste elektronische Läuteanlage wurde durch Ludwig Höfler aus Graz eingerichtet und war mit Klöppelfängern versehen. Wie auch andernorts wurde diese Anlage in den 80er-/90-er Jahren ersetzt.

Die Glocken:
1: Franz Anton Pigneth, Graz - 1716 - dis'
2: Glockengießerei Grassmayr, Innsbruck - 1955 - fis'
3: Glockengießerei Grassmayr, Innsbruck - 1955 - gis'
4: Ernest Szabó, Graz - 1920 - h'

Ein herzliches "Vergelts Gott" sei der Pfarre St. Anna und Pfarrer Marian Debski für den sehr netten Empfang und die Ermöglichung der Dokumentation, sowie meinem Begleiter gesagt!

Fotos, Video- und Tonaufnahme: M. R.
--------------------------------------------------
Quellen:
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Pfarrkirche_Sankt_Anna_am_Aigen
Jörg Wernisch: Glockenkunde von Österreich
Eigene Sichtung 2025

Copyright ©2026

Tags

Mehrere Videos parallel von Bennoglocke, Glockenmike015 mit glocken, kirchenglocke, hüttlingen, hüttlingen glocken, aalen glocken, crailsheim glocken, heilbronn glocken, glockenläuten, kirchenglocken, bennoglocke, bells, Glocken, Kirchenglocken, Church Bells, campane, zvonovi, cloches, klokken, steiermark, štajerska, styria, graz, gradec, tirol, tyrol, tirolska, nordtirol, innsbruck, südtirol, alto adige, bozen, bolzano, salzburg, bayern, deutschland, slowenien, slovenija