Beschreibung der Videos
In Niederstaufen erklingt mit den Glocken H°-d'-e'-g'-a' eines der mächtigsten Geläute der Region von der Pfarrkirche St. Peter und Paul. Die Glocken stammen bis auf die kleine Sterbeglocke aus der Glockengießerei Wolfart in Lauingen und wurden 1949 gegossen.
Im zweiten Weltkrieg wurde das Geläut der Pfarrkirche St.Peter und Paul, das im Jahre 1922 von der Gießerei Ulrich in Kempten gegossen worden war, vernichtet. Erhalten blieb nur die kleine Glocke[5].
Nach dem Krieg wollte man so schnell wie möglich wieder ein Geläut beschaffen. Es sollte zudem ein besonders großes Geläut sein. So erhielt die Gemeinde im Jahre 1949 ein neues Geläut der Gießerei Kuhn&Wolfart [1+2+3+4], das bis heute eines der größten Geläute der Region ist. Aufgrund der beschränkten Platzverhältnisse wurde das Geläut in verkröfpter Aufhängung installiert. Diese Installation übernahm der Bochumer Verein für Gussstahlfabrikation, der sich nach dem Krieg auf die Installation dieser Anlagen spezialisiert hatte.
Vor einigen Jahren wurden die gekröpften Stahljoche durch gekröpfte Holzjoche ausgetauscht und die Klöppel getauscht. Auch die kleine Glocke[5], die bis dahin abgestellt war, wurde in das Hauptgeläut integriert.
Die Aufhängung der Glocken wirkt sich zwangsläufig auf den Klangeindruck des Geläutes aus. Jedoch wird dieser nicht so sehr beeinträchtigt, wie man es auf den ersten Blick in die Glockenstube erwarten könnte. Besonders vor der Kirche wirkt das Geläut sehr mächtig und die wuchtigen Schläge der großen Glocke überdecken effektiv den verlangsamten Läuterhythmus der kleineren Glocken, sodass das Geläut sehr homogen und ausgeglichen klingt.
Besonders begrüßenswert ist auch, dass die mechanische Turmuhr bis heute ihren Dienst unter der Glockenstube verrichtet.
Nach dem
0:00 Stundenschlag
und dem
0:50 Vollgeläut
werden die
7:35 #Glocken zu #Niederstaufen solistisch vorgestellt.
Das heutige Gotteshaus von Niederstaufen wurde nach dem Ende der napoleonischen Kriege zwischen 1825 und 1828 errichtet. Zur Kirchweih wurde der heute noch bestehende Musikverein gegründet. Der letzte großangelegte Umbau fand um das Jahr 1895 statt, als der Innenraum seine heutige Ausstattung erhielt. Die Fresken wurden bei der letzten Innenrennovation im Jahre 1994 wieder freigelegt.
Ich möchte mich bei den Verantwortlichen der Gemeinde, insbesondere bei dem Herrn Mesner, für die Ermöglichung der Aufnahmen hier in Niederstaufen herzlich bedanken !
Es läuten die 5 Glocken der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt aus Oberaudorf im oberbayerischen Landkreis Rosenheim im Bundesland Bayern.
Stimmung:
cis' e' fis' a' h'
Gießer: Glockengießerei Karl Czudnochowsky, Erding (1949)
Die Gemeinde Oberaudorf liegt im bayerischen Teil des Unterinntals auf einer Seehöhe von 479 m ü. NHN, ca. 3 km nördlich von Kiefersfelden.
Die gotische Saalkirche wurde im Kern im 15. Jahrhundert erbaut und 1664 sowie 1758 barock umgestaltet. Sie besteht aus dem Langhaus zu vier Jochen, dem eingezogenen, außen dreiseitig, innen halbrund geschlossenen Chor im Osten, der Sakristei mit einem Oratorium im Obergeschoss an der Nordwand und dem Chorflankenturm an der Südwand und des Chors, dessen untere Geschosse vom Vorgängerbau aus dem 14. Jahrhundert stammen. Er wurde 1746 nach einem Entwurf von Abraham Millauer aufgestockt, um den Glockenstuhl und die Turmuhr unterzubringen, und mit einer Zwiebelhaube bedeckt, die von einer Laterne gekrönt wird. Sie wurde 1833 nach einem Brand rekonstruiert.
Der Innenraum des Langhauses ist mit einem Stichkappengewölbe überspannt, der des Chors mit einem Tonnengewölbe. Die Deckenmalerei hat 1924 Anton Niedermaier ausgeführt.
Der Hochaltar wurde 1729 aufgestellt. Er wird von den Skulpturen des Josef von Nazaret und des heiligen Joachim flankiert. Zentrales Bild des Altars ist eine Statue der thronenden Gottesmutter Maria mit dem Jesuskind in einem Strahlenkranz unter einem goldenen Baldachin. Als Himmelskönigin trägt Maria Krone und Zepter und zu ihren Füßen steht links und rechts ein Engel mit Weihrauchfass. Kleine Engel schweben über und neben ihrem Kopf. Über dem Baldachin ist der Heilige Geist in Gestalt der Taube dargestellt.
Die zweimanualige Orgel mit 24 Register fertigte 2001 Thomas Jann.
Quelle: (https://de.wikipedia.org/wiki/Mari%C3%A4_Himmelfahrt_(Oberaudorf)
Danke sagen möchte ich hiermit dem netten Mesner von Oberaudorf!
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